Neues Gesetz

01. Juli 2019 20:44; Akt: 02.07.2019 15:45 Print

Ab heute müssen E-​​Autos künstlich Lärm machen

Weil man sie kaum hört, ist das Unfallrisiko hoch. Seit dem 1. Juli müssen neue E-Autos Motorengeräusche machen. Mit dem Sound-Effekt beschäftigt sich auch ein Hollywoodstar.

So können Elektro-Autos künftig bis 20 km/h tönen.

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Für Fußgänger sind E-Autos besonders gefährlich. Weil man die Flitzer kaum hört, ist das Unfallrisiko hoch. Das soll sich jetzt ändern. Ab dem 1. Juli müssen alle neuen Elektro- und Hybridautos ein künstliches Motorengeräusch machen.

Alle neuen E-Auto-Modelle müssen ab sofort mit dem sogenannten Acoustic Vehicle Alerting System (Avas) ausgerüstet sein. Das gilt auch für Brennstoffzellenfahrzeuge und Hybridautos mit Verbrennungs- und Elektromotor. Ab Mitte 2021 dürfen auch ältere Modelle nur noch mit Avas verkauft werden. Bereits im Verkehr stehende Modelle müssen aber nicht nachgerüstet werden. Einige Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge fahren bereits mit einer Art Avas herum, der Ton ist jedoch noch abschaltbar.

Genaue Vorgaben

Für die akustische Warneinrichtung Avas gibt es genaue Vorgaben: Sie muss einen motorenähnlichen Fahrton erzeugen, beim Beschleunigen soll sich die Tonlage von einer tiefen zu einer höheren Frequenz verändern.

Der Fahrton kann allerdings je nach Hersteller etwas variieren. Oft klingt er futuristisch (siehe Video oben). Das Warngeräusch muss zwischen 55 und 75 Dezibel laut sein, vergleichbar mit einem Mofa. Laut Astra sei es aber leiser als bei einem Benzin- oder Dieselmotor. Zudem muss das künstliche Fahrgeräusch zwingend beim Rückwärtsfahren und vorwärts bis 20 km/h ertönen. «Bei höheren Tempi hört man – wie bei allen anderen Autos auch – vorwiegend nur noch das Reifengeräusch», sagt Astra-Sprecher Guido Bielmann.

Hollywood-Star komponiert für BMW

Vorgeschrieben sind mindestens zwei Terzbänder, eines davon mit weniger als 1600 Hertz, damit auch Senioren mit schlechtem Gehör frühzeitig auf das sich nähernde Fahrzeug aufmerksam werden.

Mit dem künstlichen Motorengeräusch beschäftigt sich auch ein Hollywood-Star: Oscar-Preisträger und Filmmusik-Komponist Hans Zimmer hat für den Autohersteller BMW an einem Sound-Effekt für das Konzeptauto Visio M Next herumgetüftelt. Der Deutsche hat bereits die Musik für Blockbuster wie «Pearl Harbor», «Mission Impossible II» oder «Gladiator» komponiert.

Wie der Motorensound von Zimmer klingt, hören Sie hier

(L'essentiel/dob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pablito am 02.07.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wat soll de Quatsch? Den Avas u Bord mecht dat ech manner Reichweit hun well den jo och Stroum verbraucht. Mee musse dat do wierklech hun oder musse mer eier Leit dru winnen net wei en Zombie oder och Smombie iwert Stroos ze laafen. Ech fueren mat engem Electro Up a sin frou dat deen keen Toun vun sech gëtt an elo soll den Avas sou haut Kameidi maan wei en Moped.

  • K1000 am 02.07.2019 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Überregulierung! Die Vorschrift gilt für Geschwindigkeiten unter 20km/h, jedoch (glücklicherweise) nicht für Fahrräder, e-Bikes, e-Roller die ja auch lautlos unterwegs sind. Ein Fahrer eines lautlosen Gefährts ist sich bewußt dass er beim langsamen Fahren kaum hörbar ist und läßt entsprechende Vorsicht walten. Ihn zu verpflichten Lärm zu machen ist irrsinnig.

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  • Julie am 02.07.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn eine neue Strasse gebaut wird kostet dies Millionenbeträge, wieso ist da kein Geld vorgesehen für Fussgängerunterführungen? Zebrastreifen sind eine Art Zielscheibe. Bahnübergänge sollen verschwinden, weil man dem Autofahrer das Warten nicht mehr zumuten will, aber kein Geld für Fussgängerunterführungen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • K1000 am 02.07.2019 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Überregulierung! Die Vorschrift gilt für Geschwindigkeiten unter 20km/h, jedoch (glücklicherweise) nicht für Fahrräder, e-Bikes, e-Roller die ja auch lautlos unterwegs sind. Ein Fahrer eines lautlosen Gefährts ist sich bewußt dass er beim langsamen Fahren kaum hörbar ist und läßt entsprechende Vorsicht walten. Ihn zu verpflichten Lärm zu machen ist irrsinnig.

    • @K1000 am 02.07.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      Vorsichtig sollen die Fussgänger sein die wie ein Zombies oder Smombies über die Strasse gehen.

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  • Pablito am 02.07.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wat soll de Quatsch? Den Avas u Bord mecht dat ech manner Reichweit hun well den jo och Stroum verbraucht. Mee musse dat do wierklech hun oder musse mer eier Leit dru winnen net wei en Zombie oder och Smombie iwert Stroos ze laafen. Ech fueren mat engem Electro Up a sin frou dat deen keen Toun vun sech gëtt an elo soll den Avas sou haut Kameidi maan wei en Moped.

  • Julie am 02.07.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn eine neue Strasse gebaut wird kostet dies Millionenbeträge, wieso ist da kein Geld vorgesehen für Fussgängerunterführungen? Zebrastreifen sind eine Art Zielscheibe. Bahnübergänge sollen verschwinden, weil man dem Autofahrer das Warten nicht mehr zumuten will, aber kein Geld für Fussgängerunterführungen!

  • Nikki am 02.07.2019 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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