Wegen Vermummungsverbot

24. September 2020 10:42; Akt: 24.09.2020 11:56 Print

Aktivist Joshua Wong festgenommen

Der bekannte Hongkonger Aktivist Joshua Wong ist am Donnerstag von der Polizei festgenommen worden. Das geht aus einer Mitteilung auf seinem Twitter-Account hervor.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der 23-Jährige habe sich auf einer Polizeiwache gemeldet und sei dort wegen der Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung am 5. Oktober des vergangenen Jahres festgenommen worden. Auch wurde er laut der Mitteilung beschuldigt, gegen das damals geltende Vermummungsverbot bei Protesten in Hongkong verstoßen zu haben.

China hatte Ende Juni ein hoch umstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Es ist der bisher weitestgehende Eingriff in Hongkongs Autonomie und gibt Chinas Staatssicherheit weitreichende Vollmachten.

Hongkongs demokratische Opposition geht davon aus, dass das Gesetz auf sie abzielt. Mehrere bekannte Anhänger der Protestbewegung waren bereits vor einigen Wochen festgenommen und später gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Andere prominente Anhänger der Demokratiebewegung haben Hongkong vorsorglich verlassen.

Im vergangenen Jahr hatte es große Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen den zunehmenden Einfluss Pekings gegeben. Seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China war Hongkong autonom mit eigenen Freiheitsrechten regiert worden. Aus Sicht von Kritikern bedeutet das Staatssicherheitsgesetz das Ende des seit 1997 verfolgten Grundsatzes «ein Land, zwei Systeme».

(L'essentiel/SDA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 24.09.2020 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China ass et egal watt mir, de Westen, vun séngen Rechtsbrech denken. Sie hun schon lang hier Trömp op der Weltkaart placéiert, siew daat Asien, Sud Amerika, Afrika. Den Westen emfannen sie als schwach. Den nexten point d’attaque wärt Taiwan sin.

  • DengMamhirSchung am 24.09.2020 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Are you f***ing kidding me. Was denn nun Masken muss man tragen aber Vermummungsverbot gilt dennoch noch immer? Oder gibt es in Hong Kong keine "Hygieneregeln" mehr?

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 24.09.2020 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China ass et egal watt mir, de Westen, vun séngen Rechtsbrech denken. Sie hun schon lang hier Trömp op der Weltkaart placéiert, siew daat Asien, Sud Amerika, Afrika. Den Westen emfannen sie als schwach. Den nexten point d’attaque wärt Taiwan sin.

  • DengMamhirSchung am 24.09.2020 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Are you f***ing kidding me. Was denn nun Masken muss man tragen aber Vermummungsverbot gilt dennoch noch immer? Oder gibt es in Hong Kong keine "Hygieneregeln" mehr?