Himmelsspektakel

14. Juli 2019 14:29; Akt: 14.07.2019 16:10 Print

Am Dienstagabend verfinstert sich der Mond

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch durchläuft der Mond den Kernschatten der Erde. Beim Maximum der Finsternis wird er zu zwei Dritteln rostrot gefärbt sein.

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Astronomiebegeisterte dürfen sich auf eine erneute Mondfinsternis freuen. Sie beginnt am kommenden Dienstag in den Abendstunden: Gegen 22 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde (Beginn der partiellen Finsternis) und erreicht gegen 23.30 Uhr die maximale Bedeckung von zwei Dritteln.

Während fast drei Stunden befinden sich Teile des Mondes im Erdkernschatten. Gegen 1 Uhr nachts am Mittwoch wird der Erdtrabant den Kernschatten wieder verlassen haben (Ende der partiellen Finsternis). Wichtig: Begeben Sie sich an einen Ort mit freier Sicht Richtung Süden und Südosten.

Wer das Ereignis verpasst, muss sich für die nächste Mondfinsternis etwas gedulden: Es wird die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022 sein.

Finsternis nur bei Vollmond

Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Vollmond taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft.

Dass eine Mondfinsternis nicht jedes Mal bei Vollmond auftritt, ist auf die leichte Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik – die Ebene der Erdbahn – zurückzuführen. Wegen dieser Neigung von rund fünf Grad wandert der Mond auf seiner Bahn um die Erde meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Nur wenn der Vollmond exakt in einem der beiden Schnittpunkte von Mondbahn- und Erdbahnebene steht, wird er vom Erdschatten erfasst. Diese Schnittpunkte heißen auch Drachenpunkte – in Anlehnung an die chinesische Mythologie: Beim Anblick einer Finsternis glaubten die Menschen im alten China, dass ein Himmelsdrache das Gestirn verschlingt.

(L'essentiel/jcg/sda)

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