«Könnt ihn haben»

03. Juli 2020 13:25; Akt: 03.07.2020 13:26 Print

Amazon-​​Zusteller lässt Lieferwagen stehen und geht

Während seiner Zustell-Runde warf Derick Lancaster einfach das Handtuch und ließ seinen Wagen voller Amazon-Pakete einfach stehen. 

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Derick Lancaster (22) pfeift auf seinen Amazon-Job (Bild: Screenshot Twitter)

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Umgerechnet knapp 14 Euro Stundenlohn waren Derick Lancaster aus Michigan für diesen Job zu wenig: der junge Zusteller des Online-Versandriesen Amazon hat am Montag während seiner Schicht einfach hingeschmissen und seinen Lieferwagen voller Amazon-Päckchen einfach an einer Tankstelle am Rande von Detroit zurückgelassen. «Ihr könnt ihn haben. Er ist voller Sprit und die Schlüssel stecken in der Zündung», erklärte er daraufhin auf Twitter.

Seither ging der Beitrag viral, die dreiste Art seiner Kündigung erregt internationales Aufsehen. Viele User stellen sich hinter den 22-Jährigen und feiern ihn für seine Aktion, andere sind fassungslos über sein «verantwortungsloses» Verhalten.

Lancaster selbst schilderte später in einem TV-Interview, dass es ein Knochenjob gewesen sei. Im Gegensatz zu den Lagerarbeitern hätte er keine fixen Arbeitszeiten gehabt. Er sei jeden Tag ab 9 Uhr morgens bis etwa 22 Uhr abends unterwegs gewesen. Erst wenn er alle Pakete – er spricht von rund 200 – ausgeliefert hatte, durfte er in den Feierabend machen.

Der Druck, immer schneller und immer mehr Pakete zuzustellen, sei ständig gestiegen. Als er dann auch noch wegen seiner Arbeit zu Spät zur Abschlussfeier seiner Schwester gekommen war, habe er den Schlussstrich gezogen: «Ich konnte nicht mehr», schildert der 22-Jährige. «Meine geistige Gesundheit war mir wichtiger als 15,5 Dollar Lohn pro Stunde.»

Wirkliche Sorgen, dass der Wagen gestohlen werden würde, habe er sich nicht gemacht, da alle Amazon-Fahrzeuge mit GPS-Trackern ausgestattet seien. Allerdings kehrte er einige Stunden nach seinem viralen Tweet an die Tankstelle zurück, um das Fahrzeug einem anderen Mitarbeiter zu übergeben. Kunden hätten sich keine Sorgen machen müssen, «sie erhalten ihre Bestellungen ohnehin.»

(L'essentiel/rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • poli am 03.07.2020 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dollar sind keine €...!!!

  • De_klenge_Fuerzkapp am 03.07.2020 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    14,- Euro die Stunde verdienen einige Leute hier in Luxemburg . . . darunter auch erfahrene Elektriker usw.

  • Léon am 04.07.2020 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sûrement peur d’un blanc

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 05.07.2020 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

  • Léon am 04.07.2020 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sûrement peur d’un blanc

  • Pit am 04.07.2020 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @poli am artikel steht 14€ (emgerechent). Besser mol liesen

  • Il a bien raison am 03.07.2020 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Il a bien fait ! Inacceptable ces entreprises qui exploitent ainsi leur personnel, inacceptable ces emplois précaires sous-payés. Esclavage moderne. Bravo garçon !

  • poli am 03.07.2020 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dollar sind keine €...!!!