Harry Potter

29. Oktober 2018 07:33; Akt: 29.10.2018 07:37 Print

An dieser Uni geht es im Jura-​​Studium um Zauberei

In Indien will ein Jura-Dozent die «intellektuelle Flexibilität» seiner Studenten fördern – mit einem Kurs, in dem es um «Harry Potter» geht.

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Normalerweise schlagen sich Jura-Studenten an der Uni mit Fallstudien und Gesetzbüchern herum. Nicht so in der indischen Metropole Kalkutta: An der dortigen National University of Juridical Sciences geht es im nächsten Semester unter anderem um Zaubersprüche, Werwölfe und Quidditch.

Wie die BBC berichtet, wird dort ab Dezember nämlich ein Kurs angeboten, in dem die «Harry Potter»-Romane behandelt werden. Genauer gesagt möchte Dozent Shouvik Kumar Guha im Seminar Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der fiktiven Buchreihe und Indiens juristischer Realität diskutieren.

Kreative Denkansätze entwickeln

«Normalerweise lernen unsere Studenten einfach die Gesetze auswendig», erklärt Guha. Dabei bleibe oft fraglich, ob es den Juristen nach dem Studium überhaupt möglich sei, das Gelernte auf unerwartete Situationen im Arbeitsalltag anzuwenden.

Er wolle die Studenten anhand von Themen wie «Bürokratie des Zauberministeriums» oder «Sportrecht in Hogwarts» dazu bringen, «aus ihrer Komfortzone zu kommen», und so ihre «intellektuelle Flexibilität» fördern, wie Guha erklärt.

Von Studenten überrannt

Eine Voraussetzung für das Seminar mit dem Titel «An der Schnittstelle zwischen fiktionaler Fantasy-Literatur und Recht: ein besonderer Blick auf Rowlings Potter-Universum» ist, dass man alle «Harry Potter»-Bücher mindestens zweimal gelesen hat.

Von solchen Studenten scheint es in Kalkutta mehr als genug zu geben: Die maximale Anzahl von 40 Teilnehmern hat der Kurs längst erreicht. Zahlreiche Studenten haben Guha bereits kontaktiert mit der dringenden Bitte, die Klasse zu vergrößern.

(L'essentiel/anh)

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