In der Slowakei

13. Januar 2020 14:11; Akt: 13.01.2020 14:23 Print

Angeklagter gesteht Mord an Journalist

Im Mordprozess um den Tod des slowakischen Enthüllungsjournalist Jan Kuciak gab es ein überraschendes Geständnis. Der Todesschütze gestand den Mord.

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Vor zwei Jahren wurde die Slowakei vom Doppelmord am Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten erschüttert. Kuciak hatte zu Korruption und Mafiaverbindungen in die Politik recherchiert.

Am Montag begann nun der Mordprozess gegen insgesamt fünf Angeklagte. Der mutmaßliche Todesschütze Miroslav M. gab gleich zu Beginn des Prozesses ein überraschendes Geständnis ab. Bisher hatte der Angeklagte seine Schuld bestritten. Ihm wird vorgeworfen, die beiden 27 Jahre alten Opfer durch Schüsse in Kopf und Brust getötet zu haben. Am Montag legte er nun nach Verlesung der Anklageschrift ein Geständnis ab.

Außer M. sind ein Mittäter, der mutmaßliche Auftraggeber Marian Kocner sowie eine Frau angeklagt, die den Kontakt organisiert haben soll.

Recherche löste Proteste gegen Regierung aus

Kuciak und Martina Kusnirova waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus im westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciaks erst nach dem Doppelmord veröffentlichte Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Fördergeldern aus.

Daraufhin mussten Langzeit-Regierungschef Robert Fico sowie mehrere Minister und der Polizeipräsident den Hut nehmen.

(L'essentiel)

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