Christian B.

07. Januar 2021 13:12; Akt: 07.01.2021 14:19 Print

Anklage im Fall Maddie bleibt weiterhin unklar

Im Fall der verschwundenen Maddie ist nach Aussage der Ermittler völlig offen, ob es eine Anklage gegen den Mordverdächtigen Christian B. geben wird.

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Kate and Gerry McCann hoffen weiterhin auf Gerechtigkeit. (Bild: Andrew Winning)

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Kate und Gerry McCann melden sich mit Neujahrsgrüßen zu Wort. Die Eltern der 2007 verschwundenen Maddie (damals 3) sagen, die Suche nach ihrer Tochter sei 2020 wegen der Corona-Pandemie erschwert worden. Doch die Hoffnung geben die McCanns nicht auf: «Energie und Entschlossenheit, Madeleine zu finden und die Wahrheit zu enthüllen bleiben unerschütterlich», schreiben sie auf Facebook.

Seit Juni ist bekannt, dass es einen neuen Hauptverdächtigen im Fall Maddie gibt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass der Deutsche Christian B. (44) Maddie entführt und getötet hat. Er sitzt zurzeit eine Haftstrafe wegen einer Vergewaltigung in einem anderen Fall ab. Doch die Beweise reichen offenbar noch nicht aus, um Christian B. wegen Mordes an Maddie anzuklagen.

Zeugenbefragung wegen Reisebeschränkung schwierig

Wegen eines Zeugenaufrufs im Sommer laufen mittlerweile insgesamt vier Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten wegen verschiedener Sexual- und Gewaltstraftaten, wie Staatsanwalt Hans Christian Wolters mitteilt.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. In Hannover wurde letztes Jahr ein Kleingarten durchsucht, in Portugal mehrere Brunnen. Wann und mit welchem Ergebnis die Ermittlungen enden werden, lasse sich derzeit nicht sagen, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. «Wir hoffen aber, dass wir das Verschwinden Madeleine McCanns aufklären können», betonte Behördensprecher Hans Christian Wolters. Dafür müssten Zeugen vernommen werden, vermutlich auch im Ausland. Das ist wegen der geltenden Reisebeschränkungen derzeit schwierig.

Mit Blick auf 2021 sagte er, dass möglicherweise zumindest einzelne Ermittlungen in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten. Ob «Anklage erhoben und dann auch öffentlich verhandelt wird, vermag ich nicht zu beurteilen», räumte Wolters aber ein. Laut der «Bild-Zeitung» sei es allerdings möglich, dass B. in diesem Jahr für weitere Verbrechen angeklagt wird, die im Laufe der Maddie-Ermittlungen bekannt geworden sind.

Die Eltern von Maddie schreiben in ihrem Post: «Das Jahr 2020 war ohne Zweifel für viele Menschen mit viel Verlust, Sorgen und Isolation verbunden. Unsere Gedanken sind bei allen, die in diesem Jahr leiden mussten. Hoffentlich wird das Jahr 2021 besser.»

(L'essentiel/tha)

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