Prozess in London

29. November 2019 07:12; Akt: 29.11.2019 07:18 Print

Attacke auf lesbisches Paar – Bilder veröffentlicht

Vor rund sechs Monaten wurde ein lesbisches Paar in einem Londoner Bus blutig geprügelt. Jetzt hat der Prozess gegen die drei geständigen Täter begonnen.

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Der Fall kommt vor Gericht: Am Donnerstag standen drei Teenager im Alter von 15, 16 und 17 Jahren vor einem Jugendgericht in London, nachdem sie Ende Mai ein lesbisches Paar in einem Bus in London attackiert hatten. Bei der Anhörung gestanden alle drei Angeklagten die Tat. Sie sind wegen Körperverletzung und Diebstahl angeklagt.

Am ersten Prozesstag wurden die Aufnahmen der Überwachungskamera als Beweismittel gezeigt. Darauf ist zu sehen, wie die 28-jährige Melania Geymonat und ihre 29-jährige Freundin Christine Hannigan umarmt im oberen Teil eines Doppeldeckerbusses saßen, als sie vom Trio umstellt wurden.

Eine Aufforderung zum Küssen, dann Prügel

Einer von ihnen fragte Geymonat, die ursprünglich aus Uruguay kommt, ob sie beim Sex die Scheren-Position praktiziere. Die Frau habe noch versucht, mit einem Witz die Situation zu entspannen und bat den jungen Männern, sie in Ruhe zu lassen, da ihre Freundin sich nicht wohl fühle. Die drei machten aber vulgäre Gesten und forderten die Frauen auf, einander zu küssen. Als das Paar sich weigerte, wurde es zuerst mit Münzen beworfen, anschließend geschlagen.

Im Video sieht man, wie einer der Männer Hannigan mehrmals mit der Faust heftig ins Gesicht schlug. Bevor das Trio floh, klaute der 16-jährige Hannigans Handtasche. Die beiden Opfer mussten nach der Prügelattacke mit Gesichtsverletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Melania Geymonat hat London verlassen

Im zweitägigen Prozess werden auch der Busfahrer sowie die beiden Frauen aussagen. Melania Geymonat muss dafür extra aus Barcelona anreisen. Nach der homophoben Attacke entschied sie sich, Großbritannien zu verlassen, um in Spanien ihre Ärztekarriere zu verfolgen.

Geymonat sagte kürzlich in einem Interview mit «Independent», dass der Vorfall eine positive Seite gehabt habe. Als sie noch jung gewesen sei und ihrer Familie in Montevideo erzählt habe, dass sie auf Frauen stehe, habe ihr Vater nicht gut reagiert. «Ich komme aus einer konservativen Familie. Mein Vater wollte über das Thema gar nicht erst reden». Doch die Gewalt, die seine eigene Tochter erfuhr, änderte das: «Er zeigte mir in dem Moment seine volle Unterstützung», so Geymonat.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wilfried Zilian am 29.11.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Idioten! Hoffentlich bekommen sie ihre gerechte Strafe die abschreckend für andere sein sollte!

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  • zu L 6 Wochen mat Surcis am 29.11.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wei krank muss éen sinn fir esou eppes ze machen?

  • Bias am 01.12.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Video zeigt auch dass die Frau die erste ist die zuschlägt. Damit entschuldige ich auf gar keinen Fall das Benehmen der Jungen. Die Berichten der Medien sagen das aber nie

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bias am 01.12.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Video zeigt auch dass die Frau die erste ist die zuschlägt. Damit entschuldige ich auf gar keinen Fall das Benehmen der Jungen. Die Berichten der Medien sagen das aber nie

  • and_schar am 29.11.2019 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz schrecklech esou eppes

  • Wilfried Zilian am 29.11.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Idioten! Hoffentlich bekommen sie ihre gerechte Strafe die abschreckend für andere sein sollte!

    • WierschonWitzeg am 29.11.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Amputation jedes 2ten Fingers wäre angemessen

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  • zu L 6 Wochen mat Surcis am 29.11.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wei krank muss éen sinn fir esou eppes ze machen?