Brunnen-Drama

15. April 2019 17:15; Akt: 15.04.2019 17:16 Print

Autopsiebericht enthüllt, woran Julen wirklich starb

Fast zwei Wochen versuchten die Einsatzkräfte den abgestürzten Julen (2) noch lebendig zu retten – doch vergebens. Jetzt wurde der endgültige Autopsiebericht veröffentlicht.

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Etwas mehr als drei Monate nach dem schrecklichen Unglück in der südspanischen Provinz Malaga liegt nun ein endgültiger Autospiebericht vor. Der kleine Julen (2) soll demnach unmittelbar nach seinem Sturz in den 72 Meter tiefen Brunnenschacht in Folge schwerer Kopfverletzungen verstorben sein. Er dürfte nur wenige Minuten überlebt haben.

Damit bestätigen die Gerichtsmediziner ihre erste Einschätzung, die nach der ersten Untersuchung des geborgenen Leichnams getroffen worden war.

Retter trifft keine Schuld an Tod

Gleichzeitig wird damit auch ein schlimmer Vorwurf entkräftet: Kritiker des Rettungseinsatzes, darunter der Architekt Jesus Maria Flores, hatten spekuliert, dass die Retter durch den Einsatz von Spitzhacken für Julens Tod verantwortlich sein könnten. Auch die Anwälte des Finca-Besitzers auf dessen Grundstück sich der illegale Schacht befindet, mit dieser These vor der zuständigen Richterin argumentiert.

Das sei aus zwei Gründen unmöglich, wie die El Mundo unter Berufung auf eine Quelle aus Justizkreisen schreibt. Zum Einen konnten bei der Obduktion keine entsprechenden Kopfverletzungen festgestellt werden. Und zum Anderen hätten die Retter erst rund vier Stunden nach Julens Absturz mit den Arbeiten mittels der Spitzhacken begonnen.

300 Retter im Einsatz

Fast zwei Wochen lang, von 13. bis 26. Januar, hatten die Retter unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte versucht den kleinen Jungen aus dem Brunnenschacht zu bergen. Julen war bei einem Spaziergang mit seinen Eltern im Gemeindegebiet von Totalán in das Loch gestürzt.

Weil dieses für jegliche Art von Bergung viel zu eng war, bohrten die rund 300 Einsatzkräfte einen Schacht parallel in die Tiefe zu der Stelle, an der das Kind vermutet worden war. Als in der Nacht auf den 26. Januar schließlich der Durchbruch zum kleinen Julen gelang, war dieser bereits tot.

(L'essentiel/rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fonsi am 16.04.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    War doch Schwachsinn zu glauben, dass ein 2 jähriges Kind 70 meter tief fällt und dann zwei Wochen überlebt ohne Wasser, Essen und Medikamente.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fonsi am 16.04.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    War doch Schwachsinn zu glauben, dass ein 2 jähriges Kind 70 meter tief fällt und dann zwei Wochen überlebt ohne Wasser, Essen und Medikamente.