Neue Coronavirus-Variante

26. November 2021 19:10; Akt: 26.11.2021 19:22 Print

B.1.1.529 ist laut WHO «besorgniserregend»

Nach Delta kommt B.1.1.529. Das mutierte Virus löst eine Welle von Einreisebeschränkungen aus Afrika aus. Die WHO ist zwar besorgt, aber trotzdem gegen solche Maßnahmen.

storybild

Auf einer Abflugsanzeige auf dem Flughafen Heathrow ist zu lesen, dass der Flug nach Johannesburg annulliert wurde. (Bild: DPA/Alberto Pezzali)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als «besorgniserregend» eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei «besorgniserregenden Varianten» die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind.

Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt.

Zwei weitere Varianten unter Beobachtung

Laut WHO wurde B.1.1.529 in Südafrika mittels genetischer Analyse entdeckt, die vom 9. November stammt. Insgesamt ist die Variante bislang weniger als 100 Mal genetisch nachgewiesen worden. Sie weist viele Mutationen auf, die aus Sicht von Wissenschaftlern möglicherweise zu einer leichteren Übertragung führen können. Nach Angaben der WHO wird es jedoch noch Wochen dauern, bis klar wird, welche genauen Auswirkungen die Mutationen haben.

Bislang hatte die internationale Gesundheitsbehörde vier «besorgniserregende Varianten» («variants of concern») identifiziert: Alpha, Beta, Gamma, sowie Delta, die wegen ihrer hohen Übertragbarkeit zur vierten Pandemie-Welle beigetragen hat. Zusätzlich sind zwei «Varianten unter Beobachtung» («variants of interest») gelistet, die um den vorigen Jahreswechsel in Südamerika aufgetreten waren.

Reisebeschränkungen «unberechtigt»

Die Europäische Kommission, Deutschland und einige andere Staaten kündigten am Freitag an, Einreisen aus dem südlichen Afrika einschränken zu wollen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier empfahl stattdessen im Namen seiner Organisation wissenschaftlich fundierte Maßnahmen und Risikobewertungen. «Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es Vorbehalte gegen Reisebeschränkungen», sagte er. Aus Sicht der WHO sollten Schäden für den internationalen Verkehr vermieden werden. Stattdessen sollte auf die genaue Beobachtung des Infektionsgeschehens und die Genanalyse von auftretenden Corona-Fällen gesetzt werden.

Der südafrikanische Gesundheitsminister Joe Phaahla nannte die Reisebeschränkungen «unberechtigt». Bisher sei es unklar, ob die Variante B.1.1.529 ansteckender sei als andere Varianten, sagte er auf einer Pressekonferenz.

(L'essentiel/DPA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ekim am 26.11.2021 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaft vor Mensch, gleiches Muster, gleiche Verzögerungstaktik

  • masko rossi am 26.11.2021 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh nee,daat hält nie op:Alpha Beta.....zeta... dat kann een bis an d onendlescht zeien!!! beim teletravail infizeiert sech den SSD,beim Testen infizeiert sech d'teststatioun,beim Impfen d'spretz...beim 2G...den 5 G,wat e keis!

  • Mudationen am 27.11.2021 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    schlagen politisch ernsthaft zurück

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mudationen am 27.11.2021 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    schlagen politisch ernsthaft zurück

  • JOHNNY am 27.11.2021 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätte,hätte, Fahradkette….

  • (D)Rob am 27.11.2021 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schließt daher die Grenze für Südafrika, bis die Variante in Südafrika geklärt ist und wenn überhaupt mal fundierte Erkenntnisse vorliegen bevor ihr die Menschheit wieder panisch macht!

  • esouaset am 27.11.2021 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen zou an Lockdown virun Chreschdag ???? as dach schein hei Heem ze bleiwen mir wessen jo all dei et seriö mengen ewei et geht mee et gin Leit dei et nie verstinn! Hun emol keng Mask mei op an hallen hier Distanzen net mei, do leit den Problem!!!!

  • Marco P. am 27.11.2021 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die WHO sorgt sich um Schäden für den internationalen Verkehr, wegen Reisebeschränkungen. Man könnte Reisende aus Südafrika in einer ersten Phase nach Nordafrika fliegen. Dort könnten eventuell infizierte Menschen einen Teil ihrer Viruslast verteilen, um anschließend aus Nordafrika unbehelligt in die EU einzureisen. So würde der Reiseindustrie, der Pharmaindustrie und dem Virus geholfen und Herr Lindmeier könnte ruhiger Schlafen. Ich denke, der Schwachsinn in der sogenannten Pandemiebekämpfung geht weiter.