Internet-Star

18. August 2019 11:38; Akt: 18.08.2019 11:44 Print

Baby-​​Seekuh Mariam stirbt mit Plastik im Bauch

Innerhalb kürzester Zeit wurde Baby-Seekuh Mariam zum Internet-Star. Nun ist das Tier tot. Plastikteile in ihrem Magen hatten eine schlimme Infektion verursacht.

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Eine an der thailändischen Küste gestrandete Baby-Seekuh ist mit Plastik im Bauch gestorben. Die Mariam getaufte Seekuh starb den Behörden zufolge am Samstag an einer Infektion, die sich wegen Plastikteilen in ihrem Magen verschlimmert hatte.

Meeresbiologen hatten die im Mai gestrandete Seekuh-Waise unter ihre Fittiche genommen und versucht, aufzupäppeln. Mariam war ein regelrechter Internet-Star.

«Eiter im Magen»

Die Baby-Seekuh hatte in den vergangenen Monaten die Herzen der Menschen in Thailand erobert. Bilder, auf denen das Dugong-Baby gestreichelt und umsorgt wurde, hatten sich im Internet rasant verbreitet.

Da Mariam nicht von ihrer Mutter gefüttert werden konnte, versorgten die Tierärzte des Zentrums für Meeresbiologie die Seekuh mit Milch. Auf einem Livestream konnten Fans das Dugong-Baby rund um die Uhr bei Fütterungen und Behandlungen verfolgen.

In der Nacht auf Samstag starb Mariam aber. «Unsere Rettungsversuche sind gescheitert», sagte Chaiyapruk Werawong, der Direktor des Meereszentrums in der thailändischen Provinz Trang, wo die Baby-Seekuh zuletzt behandelt worden war. «Sie starb an einer Blutinfektion und hatte Eiter in ihrem Magen.»

Weckruf für den Umweltschutz

Laut Werawong wurden in ihrem Darmtrakt kleine Mengen Plastikmülls gefunden, darunter ein 20 Zentimeter langes Stück Kunststoff.

Eine behandelnde Tierärztin schrieb in einem Facebook-Beitrag, der Tod des Tieres solle für die Menschen ein Weckruf für den Umweltschutz sein. «Sie ist von uns gegangen, als hätte sie sagen wollen: Bitte sagt allen, dass sie nach uns schauen und die Arten schützen sollen.»

Die Abteilung für Meeres- und Küstenressourcen des Zentrums für Meeresbiologie teilte den Tod der Baby-Seekuh auf ihrer Facebook-Seite mit. Tausende Menschen bekundeten Beileid und Trauer und teilten die Erklärung mehr als 11.000 Mal.

Nach Angaben des Zentrums stranden Dugongs in der Folge von Fischerei und anderen menschlichen Aktivitäten. Dugongs gelten als seltene Tierart. In den Gewässern von Südthailand leben etwa 250 Tiere. Die Plastikverschmutzung der Gewässer gefährdet das Leben der Säugetiere.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phil am 18.08.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jo, dozou muss een soen, dass een eenzelt Déier duerch non-biodegradable Plastik gestuerwen ass. Dat selwecht ass och bei de Fësch, et bleiwt awer bei dem eenzelnen Fall. Virun Joeren sin ons gréng Emweltstreider op d'Barikaden gangen an hun den biodegradablen Plastik erfond deen sech an Mikrodeeler opléisst. Dee gett vun ALLEN Fësch ofgeschleckt an setzt an hiren Muskelen bzw. Fleesch fest. D'Fesch gin gefangen an sin Bestanddeel vun der Nahrungskette wou mir och drun hënken well mir d'Fesch konsuméieren an onseren Kierper och mat Mikroplastik kontaminéiert gett. Wat ass dann elo besser?

  • Phil am 18.08.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Et deet mir leed fir d'Déier, mä et stierwen all Joer méi Manatee's an den seichten Gewässer virun Florida duerch Schëffsschrauwen wéi duerch Plastik. An en groussen Deel gin gefangen an an en Aquarium gesat fir d'Vollëk am Sea-World ze belustigen. Dobäi stierwen der och jett un engem Trauma well sie d'Gefangenschaft net verdroen.

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  • Phil am 18.08.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jo, dozou muss een soen, dass een eenzelt Déier duerch non-biodegradable Plastik gestuerwen ass. Dat selwecht ass och bei de Fësch, et bleiwt awer bei dem eenzelnen Fall. Virun Joeren sin ons gréng Emweltstreider op d'Barikaden gangen an hun den biodegradablen Plastik erfond deen sech an Mikrodeeler opléisst. Dee gett vun ALLEN Fësch ofgeschleckt an setzt an hiren Muskelen bzw. Fleesch fest. D'Fesch gin gefangen an sin Bestanddeel vun der Nahrungskette wou mir och drun hënken well mir d'Fesch konsuméieren an onseren Kierper och mat Mikroplastik kontaminéiert gett. Wat ass dann elo besser?

  • Phil am 18.08.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Et deet mir leed fir d'Déier, mä et stierwen all Joer méi Manatee's an den seichten Gewässer virun Florida duerch Schëffsschrauwen wéi duerch Plastik. An en groussen Deel gin gefangen an an en Aquarium gesat fir d'Vollëk am Sea-World ze belustigen. Dobäi stierwen der och jett un engem Trauma well sie d'Gefangenschaft net verdroen.