22 Tote in Neuseeland

30. November 2020 14:47; Akt: 30.11.2020 15:01 Print

Behörde zeigt Reiseleitung wegen Vulkanausbruch an

Knapp ein Jahr nach einem verheerenden Vulkanausbruch in Neuseeland mit 22 Toten hat die Arbeitsschutzbehörde Anzeige gegen zehn Reiseveranstalter und drei Personen erstattet.

Der Vulkan Whakaari war am 9. Dezember letzten Jahres ausgebrochen.

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Die örtliche Arbeitsschutzbehörde hat rund ein Jahr nach dem tödlichen Vulkanausbruch in Neuseeland Anzeige gegen zehn Reiseveranstalter und drei Personen erstattet. Bei einer Untersuchung habe WorkSafe New Zealand festgestellt, dass die Organisatoren von Touren nach White Island den gesetzlichen Sicherheitsverpflichtungen nicht nachgekommen seien, hieß es in einer Mitteilung.

Der Vulkan Whakaari war am 9. Dezember ausgebrochen, als sich 47 Touristen auf der kleinen Insel etwa 50 Kilometer vor der neuseeländischen Nordinsel aufhielten. Unter ihnen waren vier Deutsche sowie Besucher aus China, den USA und Großbritannien. Rauch und Asche wurden mehr als 3500 Meter hoch geschleudert. Der Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv gewesen, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Touristen dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet.

Erster Ausbruch mit Toten seit über 100 Jahren

«Dies war ein unerwartetes Ereignis, aber das bedeutet nicht, dass es unvorhersehbar war. Und die Betreiber sind verpflichtet, die in ihrer Obhut befindlichen Personen zu schützen», hieß es. Den Veranstaltern und Personen drohen nun hohe Geldstrafen. Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass ein deutscher Tourist im Juli an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben ist.

Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Es war der erste tödliche Ausbruch des 320 Meter hohen Feuerbergs seit 1914. Damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

(L'essentiel/dpa)

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