Nach Einsturz

04. März 2021 16:18; Akt: 04.03.2021 16:53 Print

Behörden suchen immer noch nach Leichen im Meer

10 Tage nach dem Einsturz des Friedhofs in Italien konnten nur 26 Leichen geborgen worden. Die Zahl der vermissten Toten musste sogar noch von 200 auf 320 hochkorrigiert werden.

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Seit am 22. Februar bei einem Erdrutsch Teile des Friedhofs von Camogli ins Meer fielen, konnten bei Tauchereinsätzen erst 26 Leichen geborgen werden, wie Genova24 berichtet. Ging man zu Beginn noch von 200 Leichen aus, korrigierten die Behörden die Schätzung auf 320. Diese Korrektur war notwendig, da teilweise mehrere Verstorbene in einem Sarg liegen.

Weil die Bergungsarbeiten so langsam voranschreiten, hat sich ein Kampf gegen die Zeit entwickelt. Für die kommende Woche ist schlechtes Wetter angesagt – das könnte die Arbeiten der Taucher unmöglich machen, die in einer nächsten Phase mit einer Schiffsplattform und einem Bagger-Arm arbeiten sollen. Die ersten Regenfälle sind laut Wettervorhersage bereits ab Freitag möglich. Ab nächster Woche sind sogar Stürme möglich, die das Küstengebiet komplett anders aussehen lassen könnten.

200 Särge stürzten ins Meer

Im italienischen Küstenort Camogli waren vor 10 Tagen nach einem Erdrutsch 200 Särge ins Meer gestürzt. Ein Teil der Küstenböschung war komplett weggebrochen. Die Feuerwehr des benachbarten Ortes Rapallo sowie Taucher sind seitdem im Einsatz, um die im Wasser treibenden Särge zu bergen sowie nach den Leichen zu tauchen, die durch die Wucht des Erdrutsches aus den Särgen herausgeschleudert wurden.

«Ein Teil der abgestürzten Überreste liegt wohl auch am Hang unter dem Geröll», erklärte Francesco Olivari, Präsident der Gemeinde Camogli nach dem Unglück. Auch Spezialisten der italienischen Behörde NBCR, die für Nuklear-, Chemie- und Biologie-Katastrophen zuständig sind, stehen im Einsatz.

Die Bevölkerung, die an der Klippe über dem Meer wohnt, macht sich zunehmend Sorgen. Ein Anwohner sagte der Zeitung Il Secolo XIX: «Ich bin kein Geologe, es muss bald ein Experte kommen um eine Inspektion durchzuführen». Aus der Sicht der Behörden scheint keine unmittelbare Gefahr zu bestehen, denn anders als bei einem ähnlichen Erdrutsch in Genua 2014 wurde keine Evakuations-Anordnung ausgestellt.

(L'essentiel/Lucas Orellano)

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