Australien

23. September 2020 08:55; Akt: 23.09.2020 10:26 Print

Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot

200 weitere Wale sind Mittwochmorgen an der Küste Tasmaniens entdeckt worden. Man könne hören, wie die Tiere einander in ihrer Not rufen, sagte ein Helfer.

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Die Rettungsaktion der Tiere ist äußerst schwierig. Nicht nur neue Tiere, auch bereits gerettete Wale sind erneut gestrandet.

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Australischen Rettern zufolge sind rund 380 der vor der Westküste Tasmaniens gestrandeten Grindwale bereits tot. Etwa 30 weitere Tiere seien vermutlich noch am Leben, teilte Nic Deka von der zuständigen örtlichen Behörde am Mittwoch mit. Bisher konnten demnach 50 Wale zurück in tiefes Wasser gebracht werden. «Wir werden weiter daran arbeiten, so viele Tiere wie möglich zu befreien», sagte Deka.

Am Mittwochmorgen waren rund 200 weitere gestrandete Langflossen-Grindwale entdeckt worden, nur wenige Kilometer von der abgelegenen Macquarie-Bucht entfernt, in der am Montag weit über 200 Tiere gefunden wurden. Der Biologe Kris Carlyon sprach von der größten bisher vor Tasmanien verzeichneten Strandung. Man könne hören, wie die noch lebenden Tiere einander in ihrer Not rufen.

Die neu entdeckte Grindwal-Gruppe befindet sich nur wenige Kilometer von der abgelegenen Macquarie-Bucht entfernt, in der am Montag rund 270 gestrandete Tiere gefunden worden waren.

Tiere mit den besten Überlebenschancen werden gerettet

Gestern hatten Einsatzkräfte, bereits etwa 25 Wale wieder in tieferes Wasser bringen können. Über Nacht seien einige von ihnen allerdings erneut gestrandet, sagte Deka. Langflossen-Grindwale, auch Pilotwale genannt, sind sehr soziale Tiere. Mehrere Hundert Wale können gemeinsam auf Wanderschaft sein. Dabei folgen die Gruppen – Schulen genannt – einzelnen Leittieren. Diesen schwimmen sie auch in flaches Wasser nach, wo sie sich nicht mehr orientieren können. Bei solchen Massenstrandungen, deren Ursachen noch weitgehend unklar sind, stirbt meist ein Großteil der Tiere. Bei Rettungsaktionen ist ein Problem, dass in tieferes Wasser gebrachte Tiere häufig wieder zu ihren noch gestrandet liegenden Gefährten zurückschwimmen.

Die Einsatzkräfte wollten am Mittwoch von einem Hubschrauber aus unter Einsatz von Infrarot-Technologie die Zahl noch lebender Tiere ermitteln. Die meisten seien mit Booten nicht zu erreichen, sagte Carlyon. Die Rettungsaktion werde wohl einige Tage dauern. Langflossen-Grindwale seien aber robuste Tiere und könnten bei kühlen Temperaturen und Regen mehrere Tage überleben. Die Retter konzentrierten sich auf die Tiere mit den besten Überlebenschancen.

(L'essentiel/dpa)

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