Verkehrskontrolle in Ohio

19. September 2019 21:05; Akt: 19.09.2019 21:09 Print

Betrunkene Amische fahren mit Hi-​​Fi-​​Kutsche

Die Polizei von Ohio hat eine Kutsche der religiösen Gemeinschaft der Amischen angehalten. Zwei junge Männer waren mit einem gepimpten Fahrzeug unterwegs gewesen.

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Bei einer Verkehrskontrolle in Trumbull County im US-Bundesstaat Ohio machte die Polizei eine ungewöhnliche Entdeckung: Auf dem Dach einer Amisch-Kutsche stand ein Zwölfer-Pack Bier, im Inneren des Fahrzeugs war eine Stereoanlage mit großen Lautsprechern installiert – von den Fahrern war aber weit und breit keine Spur.

Wie Fox News berichtet, hatte die Polizei in der amischen Gemeinde am frühen Sonntagmorgen eine Holzkutsche beobachtet, die auf einer Hauptstraße unterwegs war. Darin saßen zwei Amische und tranken Bier. Als die Cops die Männer aufforderten, anzuhalten, um sie zur Rede zu stellen, sprangen diese aus der Kutsche und flüchteten zu Fuß Richtung Wald. Das Pferd rannte danach los und musste eingefangen werden.

Die beiden sollen mal ihr Pferd abholen

«Ich habe mehrmals gehört, dass die Pferde der Amischen den Heimweg kennen und den Fahrer immer nach Hause bringen, egal, ob er schläft oder überhaupt in seiner Kutsche sitzt», sagte Deputy Sheriff Joe Dragovich. Diese Information sei nun sehr hilfreich, um die flüchtigen Männer ausfindig zu machen.

Die Polizei vermutet, dass die beiden Amischen ihre Rumspringe-Zeit genossen. Rumspringe bezeichnet einen Zeitraum des Übergangs von der Kindheit zur Adoleszenz der Amischen. Er beginnt etwa im 14. Lebensjahr, endet ungefähr mit 16 und dient als erklärtes Experimentierfeld in der Pubertät. Die Jugendlichen dürfen dann Dinge wie Fernsehen oder Autofahren, aber auch Alkohol und Drogen ausprobieren.

Für den Deputy Sheriff von Trumbull County ist das keine Entschuldigung: Alkohol trinken, während man ein Fahrzeug lenkt, sei schlicht nicht erlaubt. «Amische sind verpflichtet, das Gesetz zu respektieren wie alle anderen auch», so Dragovich.

Er hofft, die Flüchtigen identifizieren zu können, um sie wegen Trunkenheit am Steuer zu verzeigen. «Vielleicht wollen sie sich nicht stellen, aus Angst vor den Konsequenzen. Aber das wäre eine gute Realitätserfahrung für sie, denn für alles gibt es Konsequenzen. Darum ermutige ich die beiden, sich zu melden und vor allem die Kutsche und das Pferd bei uns abzuholen», sagt Dragovich.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karin H. am 20.09.2019 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Leute spinnen doch einfach, Tradition hin oder her.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karin H. am 20.09.2019 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Leute spinnen doch einfach, Tradition hin oder her.