Nach Tunesien abgeschoben

16. Juli 2018 17:36; Akt: 16.07.2018 17:38 Print

Bin Ladens Bodyguard soll nach Deutschland zurück

Der mutmaßliche Ex-Leibwächter von Osama bin Laden ist von deutschen Behörden in sein Heimatland Tunesien abgeschoben worden – möglicherweise unrechtmäßig.

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Sami A., der einstige al-Qaida-Anhänger und mutmaßliche Ex-Bodyguard Osama Bin Ladens, ist von deutschen Behörden in sein Heimatland Tunesien abgeschoben worden. Möglicherweise war das Vorgehen rechtswidrig.

Der tunesische Anwalt von Sami A. sagte heute zur «Bild»-Zeitung, dass sein Mandant nie nach Tunesien hätte abgeschoben werden dürfen. Deshalb fordert Seif Eddine Makhlouf die sofortige Rückführung nach Deutschland.

«Kein Beweis für Vorwürfe»

Makhlouf sprach zudem von «einem unglaublichen Skandal», der in Deutschland passiert sei. Keiner der Vorwürfe sei jemals bewiesen worden, sagte der Anwalt gegenüber «Bild». «Es gibt nichts, weshalb mein Mandant in Deutschland verurteilt wurde», sagte Makhlouf.

Er forderte deutsche Papiere für Sami A. und eine Rückkehr nach Deutschland zu seinen vier Kindern. Makhlouf sagte, bei den Vorwürfen gegen Sami A. handele es sich um «Lügen, die man jetzt hier in Tunesien nutzt, um ihn festzuhalten». Nichts davon werde Bestand haben. Wenn Sami A. tatsächlich der Bodyguard des 2011 getöteten al-Qaida-Führers Osama bin Laden gewesen wäre, «hätten die USA ihn nie frei durch Deutschland laufen lassen».

Abschiebung war «grob rechtswidrig»

Der als islamistische Gefährder eingestufte Tunesier A. war am Freitagmorgen in sein Heimatland abgeschoben worden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen fasste jedoch am Freitagabend einen Beschluss zur Rückholung, weil die Abschiebung «grob rechtswidrig» verlaufen sei.

Sami A. kam laut «Bild» als 21-jähriger Student 1997 nach Deutschland. In der Zeit zwischen 1999 bis 2000 reiste er laut Gerichtsurteilen nach Afghanistan. Durch die Rekrutierung für ein al-Qaida-Ausbildungscamp soll er schließlich zur Leibgarde Bin Ladens gestoßen sein. Sami A. bestreitet dies, sowie seine angeblichen Kontakte zu einem der Drahtzieher des Anschlags vom 11. September.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lol am 17.07.2018 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkel freuts

  • Burro am 17.07.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    die deutschen Gerichte ticken nicht richtig.Sonst wird doch alles in die Länge gezogen bis es verjährt ist.Der Mann ist in seinem Heimatland und wenn er kein Dreck am stecken hat,kann er dort sein Lebendsabend am blauen Meer neben den Touristen verbringen.

  • Knouterketti am 16.07.2018 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach an Tunesien loossen net aneschtens verdingt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Burro am 17.07.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    die deutschen Gerichte ticken nicht richtig.Sonst wird doch alles in die Länge gezogen bis es verjährt ist.Der Mann ist in seinem Heimatland und wenn er kein Dreck am stecken hat,kann er dort sein Lebendsabend am blauen Meer neben den Touristen verbringen.

  • Lol am 17.07.2018 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkel freuts

  • Knouterketti am 16.07.2018 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach an Tunesien loossen net aneschtens verdingt