Flüchtlingskrise

29. August 2018 07:35; Akt: 29.08.2018 09:17 Print

Brasilien schickt Soldaten an Grenze zu Venezuela

Südamerika erlebt gerade die größte Flüchtlingskrise seiner Geschichte. Hunderttausende Venezolaner fliehen vor Hunger und Elend. Nun hat Brasilien reagiert.

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2,3 Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen: Ein Flüchtlingskind im brasilianischen Bundesstaat Roraima. (23. August 2018) (Bild: Mauro Pimental)

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Brasiliens Regierung hat Soldaten an die Grenze zum Nachbarland Venezuela geschickt. Der Militäreinsatz in dem nördlichen Bundesstaat Roraima habe zunächst eine Dauer von zwei Wochen, erklärte Staatschef Michel Temer am Dienstag.

Angaben zur Zahl der zu stationierenden Soldaten machte Temer am Dienstag nicht. Verteidigungsminister Joaquim Silva e Luna zufolge sind aber «bereits Soldaten vor Ort» stationiert. Nach gewaltsamen Zusammenstössen venezolanischer Flüchtlinge mit Einheimischen im brasilianischen Grenzort Pacaraima waren bereits Mitte August 120 Soldaten an die Grenze geschickt worden.

«Sicherheit gewährleisten»

Ziel sei es, die «Sicherheit für brasilianische Staatsbürger, aber auch für aus ihrem Land flüchtende Venezolaner» zu gewährleisten, erklärte Temer am Dienstag. Die Krise in Venezuela bezeichnete er als «tragisch». Diese bedrohe «die Harmonie praktisch des ganzen Kontinents».

Die internationale Gemeinschaft müsse «diplomatische Maßnahmen» ergreifen, um die Flucht der Menschen zu stoppen. Südamerika erlebt gerade wohl die größte Flüchtlingskrise seiner Geschichte.

Exodus aus Venezuela

Hunderttausende Venezolaner sind in den vergangenen Monaten auf der Flucht von Hunger und Elend in die Nachbarstaaten geflohen – nach Angaben der Uno haben bereits 2,3 Millionen Menschen den einst reichen Erdölstaat Venezuela verlassen. Die Länder der Region sind zunehmend überfordert. Vor zehn Tagen war es in Nordbrasilien zu fremdenfeindlichen Übergriffen gegen Migranten gekommen.

In der vergangenen Woche führte zudem Peru schärfere Einreisebestimmungen für Venezolaner ein. Tausende Migranten versuchten daraufhin, noch vor Inkrafttreten der neuen Regeln über den Landweg in das Andenland zu gelangen.

(L'essentiel/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Poopst am 29.08.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist das Resultat von Korruption und Misswirtschaft eines roten Diktators,der nur seine kubanisch geführte Armee füttert damit er an der Macht bleibt.Das Volk ist deem egal.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Poopst am 29.08.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist das Resultat von Korruption und Misswirtschaft eines roten Diktators,der nur seine kubanisch geführte Armee füttert damit er an der Macht bleibt.Das Volk ist deem egal.