Belgien

08. Juni 2016 15:51; Akt: 08.06.2016 15:51 Print

Brauer baut 3,2 km lange Bier-​​Pipeline

Vom Zentrum von Brügge bis hinaus an den Stadtrand reicht eine Pipeline nur für Bier – ein innovativer Brauer hat die spezielle Idee realisiert.

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In vielen Ländern ist man stolz auf die nationalen Biere. Nun beweist ein Bierbrauer aus Brügge, dass in Belgien nicht nur gutes Bier hergestellt wird, sondern auch, dass auch einige innovative Köpfe in dem Geschäft tätig sind. Xavier Vanneste ist Chef der Brügger Brauerei De Halve Maan (Der Halbmond) und hat die sprichwörtliche Bieridee einer Bierpipeline in die Realität umgesetzt, wie der englische «Register» schreibt.

Gebraut wird das Bier nämlich mitten in der Altstadt von Brügge, in Flaschen abgefüllt aber in einer Fabrik außerhalb der Stadt. Für die Lastwagen, die das Bier zur Abfüllfabrik bringen mussten, seien die engen Gassen der Altstadt stets ein mühsamer Hindernisparcours gewesen, sagte Brauer Vanneste. Die Idee zur Pipeline sei ihm gekommen, als vor dem Haus unterirdische Kabel verlegt wurden. «Am Anfang war es bloß ein Witz. Niemand hätte gedacht, dass das wirklich klappt.»

5700 Liter Bier pro Stunde

Jetzt, vier Jahre später, steht die 3,2 Kilometer lange Bierpipeline kurz vor ihrer Fertigstellung. Im Betrieb fließen laut dem «Wall Street Journal» pro Stunde rund 5700 Liter Bier mit einer Geschwindigkeit von knapp 20 Kilometern pro Stunde hindurch.

Das Projekt kostete laut «Register» rund vier Millionen Euro. Rund 300.000 Euro sammelte Vanneste durch Crowdfunding. Spenden konnten in der Höhe von 7500, 800 oder 220 Euro getätigt werden. Als Gegenleistung winkt den Spendern nun lebenslang Bier aus der De-Halve-Maan-Brauerei.

Eine Flasche Bier pro Tag, lebenslang

Für die größte Spende gibt es lebenslang eine Flasche Zot Blond pro Tag, für die 800-Euro-Spender ist es ein 24-Flaschen-Harrass pro Jahr und für die 220-Euro-Spender eine extragroße Flasche pro Jahr.

Philippe Le Loup ist Gastwirt in Brügge und hat 7500 Euro gespendet. «Meine Investition wird sich durch die eine Bierflasche pro Tag in rund 15 Jahren amortisiert haben», sagte er dem «Register». Am liebsten hätte er für sein Restaurant natürlich gleich einen direkten Anschluss an die Pipeline gehabt.

(L'essentiel/ofi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ronni am 09.06.2016 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ob das Frischwasser für das Bier wohl aus den Kanälen stammt oder doch aus der Wasserleitung?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ronni am 09.06.2016 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ob das Frischwasser für das Bier wohl aus den Kanälen stammt oder doch aus der Wasserleitung?