Experten warnen

22. August 2018 14:39; Akt: 22.08.2018 14:39 Print

Brückenreste in Genua abreißen oder stützen

Ein Teil der Reste der eingestürzten Brücke in Genua muss nach Ansicht von Experten schnell abgerissen oder gestützt werden.

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Experten fürchten, die Morandi-Brücke könne einstürzen, wenn sie nicht schnell abgerissen oder zumindest gestützt wird. (Bild: Vigili del Fuoco)

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Es gibt nur zwei Optionen für den Brückenrumpf in Genua: stützen oder so schnell wie möglich abreißen. Das geht aus einem Schreiben einer Expertenkommission an die Behörden vor, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums bestätigte den Bericht. Die Warnung betrifft nur den östlichen Rumpf des Morandi-Viadukts, das vor mehr als einer Woche in der italienischen Stadt eingestürzt war.

Am Pfeiler, der den Rumpf der Brücke stützt, sei die Korrosion des Materials hochgradig vorangeschritten, sagte die Präfektin von Genua, Fiamma Spena, laut Ansa. Nach Angaben der Feuerwehr von Montag waren am östlichen Rumpf auffällige Geräusche wahrgenommen worden. Von dem Pylon gehe Gefahr aus, sagte Spena, konnte aber nicht beantworten, ob ein Einsturz droht.

Ohne Abriss kein Wiederaufbau

«Man muss sicher den Rumpf so schnell wie möglich abreißen», sagte der Präsident der Region Ligurien und Kommissar für den Wiederaufbau, Giovanni Toti. «Erstens um die Sicherheit zu garantieren, auch wenn das Gebiet bereits geräumt ist und deshalb kein Mensch in Gefahr ist. Zweitens weil ohne den Abriss der Wiederaufbau nicht beginnen kann.»

Der Brückenbetreiber Autostrade per l'Italia hatte angekündigt, innerhalb von acht Monaten eine neue Autobahn-Brücke zu bauen, sobald eine Genehmigung vorliege. Die Brücke war eine wichtige Verkehrsachse, ohne sie droht ein langer Verkehrskollaps.

Durch den Einsturz waren 43 Menschen gestorben. Unter der Brücke liegen einige Wohnhäuser, die bereits evakuiert wurden. Bewohner dürfen auch keine Besitztümer aus den Häusern holen.

(L'essentiel/dpa)

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