Fall Maddie

16. Juli 2020 11:16; Akt: 16.07.2020 11:18 Print

Brückners Chancen vor Gericht stehen «bei null»

Der Anwalt von Christian Brückner will am Donnerstag vor dem Europäischen Gerichtshof einen Formfehler geltend machen.

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Die damals 4-jährige Maddie McCann verschwand 2007 aus einer Ferienanlage in Praia da Luz in Portugal. Britische, belgische und portugiesische Medien berichten, dass der Hauptverdächtige im Fall Maddie, der 43-jährige Christian Brückner, in den kommenden Tagen auf freien Fuß kommen könnte. Er sitzt derzeit wegen Drogendelikten im deutschen Kiel in Haft. Sein Anwalt will heute, Donnerstag, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Formfehler beim Verfahren um Brückners Auslieferung nach Deutschland geltend machen.

Denn: Der Verdächtige im Fall Maddie war im Dezember 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen schwerer Vergewaltigung in Tateinheit mit räuberischer Erpressung einer 72-jährigen Amerikanerin sowie weiteren Straftaten zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Tat ereignete sich 2005 in Portugal. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Christian Brückner behauptet nämlich, er hätte in Braunschweig nicht verurteilt werden dürfen, weil er damals wegen Kindsmissbrauchs und nicht wegen der Vergewaltigung von Portugal nach Deutschland ausgeliefert worden sei. Die Strafe wegen des sexuellen Missbrauchs, zu der er 2017 vom Landgericht Braunschweig verurteilt wurde, hat der Verdächtige bereits abgesessen.

Die Chancen, dass Brückner demnächst freikommen könnte, stehen laut dem Ersten Staatsanwalt Wolters aber «bei null». Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg habe auch gar keine Befugnis, jemanden auf freien Fuß zu setzen.

(L'essentiel/gux/dmo)

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