Verbot in Innenstadt

17. April 2018 13:14; Akt: 17.04.2018 13:34 Print

Den Haag und Amsterdam gehen gegen Kiffer vor

Die Niederlande sind für ihre progressive Drogenpolitik bekannt. Doch der Drogentourismus stört Anwohnern und anderen Touristen. Jetzt reagiert Den Haag.

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Auch die Coffeeshops in Amsterdam unterliegen seit kurzem verschiedenen Beschränkungen. (Bild: DPA/Oliver Berg)

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Bekiffte Touristen und Haschisch-Geruch sollen im Zentrum von Den Haag bald Geschichte sein: Als erste niederländische Stadt erließ die Metropole an der Nordsee ein Cannabis-Verbot für die Innenstadt. «An 13 Orten in Den Haag ist es verboten, weiche Drogen in der Öffentlichkeit zu konsumieren», teilte die Stadtverwaltung in einem am Dienstag von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Papier mit.

Der starke Geruch der Droge und der Lärm von Haschisch-Konsumenten hatten zu zahlreichen Beschwerden von Bewohnern der Innenstadt geführt. Auch jene Touristen, die dem Cannabis nicht zugeneigt seien, störten sich an den Konsumenten, die die Straßen und Kanalufer bevölkerten.

Restriktionen auch in Amsterdam

Bis Ende April sollen Verstöße gegen das Verbot lediglich mit einer Verwarnung belegt werden. Danach sind Geldstrafen vorgesehen, deren Höhe jeweils von der Staatsanwaltschaft festgelegt wird. Mit einer Internet-Kampagne und Flugblättern klärt die Stadtverwaltung derzeit über die neue Regelung auf. Eine englische Version wurde in Hotels und Jugendherbergen ausgelegt.

Auch Amsterdam hat eine Maßnahme zur Einschränkung des Haschisch-Konsums ergriffen: Das oberste Gericht der Niederlande gab der bevölkerungsreichsten niederländischen Stadt im November grünes Licht für die Einschränkung der Öffnungszeiten von Coffee Shops in der Nähe von Schulen.

In Coffee Shops darf Cannabis in geringen Mengen verkauft werden. Die Niederlande hatten 1976 den Besitz, Konsum und Verkauf von Cannabis im Umfang von bis zu fünf Gramm erlaubt. Der Anbau von Cannabis und der groß angelegte Handel mit der Droge sind verboten.

(L'essentiel/afp)

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