«Das letzte Alarmsignal»

09. Dezember 2019 10:28; Akt: 09.12.2019 10:36 Print

Den Ozeanen geht der Sauerstoff aus

Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht der Weltnaturschutzunion (IUCN) hervor.

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Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat am Samstag in Madrid an der Weltklimakonferenz ihren neusten Bericht vorgestellt. Das Fazit der Experten: Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände.

Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. «Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, dass wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, dass die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat», sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts.

Klimaerwärmung und Wasserverschmutzung

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe. Zum einen die Klimaerwärmung. Heizt sich das Meerwasser auf, enthalte es tendenziell weniger Sauerstoff. Zum anderen führe eine Verschmutzung der Gewässer mit Nährstoffen etwa aus Fischzuchten oder Düngemitteln aus der Landwirtschaft insbesondere in Küstenregionen zu einem starken Algenwachstum. Bei ihrem Abbau verbrauchen sie Sauerstoff. In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische.

Gefahr der Überfischung

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. «Dies sind die größten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt», heißt es in dem Bericht. Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld.

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heißt es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Größe und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff. Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lol am 09.12.2019 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, wahrscheinlich werde ich den großen Untergang noch miterleben

  • jimbo am 09.12.2019 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dWieder war virun 1000e Joren och schon mei warm.... a virdrun erem mei kaal.—> Äiszäit Halt op Panik ze machen!!!

  • Husti Rotzer am 10.12.2019 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    genauso wie der Sauerstoffgehalt in der Luft, die kaum noch zu atmen ist, weil massiv feinstaub- u CO2verseucht durch den globalliberalistischen Wildwuchsverseuchungswachstumswahn für Zerstörung u Waffenproduktion, der nur den Geldprofit auf dem Buckel der arm- u krankgemachten Steuerzahler einsteckt u seinen Dreck risikobefreit u steuersubventioniert unsanktioniert liegen lässt für Umwelt u Steuerzahler ... die brennenden Wälder weltweit fressen uns gierig den Sauerstoff weg u unsere Respektosigkeit gegenüber Mutter Erde u Natur hat gesiegt! ... We are the Losers of this one and only World!

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  • Husti Rotzer am 10.12.2019 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    genauso wie der Sauerstoffgehalt in der Luft, die kaum noch zu atmen ist, weil massiv feinstaub- u CO2verseucht durch den globalliberalistischen Wildwuchsverseuchungswachstumswahn für Zerstörung u Waffenproduktion, der nur den Geldprofit auf dem Buckel der arm- u krankgemachten Steuerzahler einsteckt u seinen Dreck risikobefreit u steuersubventioniert unsanktioniert liegen lässt für Umwelt u Steuerzahler ... die brennenden Wälder weltweit fressen uns gierig den Sauerstoff weg u unsere Respektosigkeit gegenüber Mutter Erde u Natur hat gesiegt! ... We are the Losers of this one and only World!

  • jimbo am 09.12.2019 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dWieder war virun 1000e Joren och schon mei warm.... a virdrun erem mei kaal.—> Äiszäit Halt op Panik ze machen!!!

  • Lol am 09.12.2019 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, wahrscheinlich werde ich den großen Untergang noch miterleben