In NRW

22. Juli 2019 11:20; Akt: 22.07.2019 17:35 Print

Der Bahnsteig-​​Schubser terrorisierte alle im Dorf

Ein 28-Jähriger stieß die 34-jährige Anja N. vor einen Zug. Im Dorf des Täters ist man von seiner Grausamkeit wenig überrascht.

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Es ist eine Tragödie, die sich laut Nachbarn schon länger abgezeichnet hat: Am Samstagmorgen schubste der 28-jährige Jackson B. die 34 Jahre alte Anja N. vor einen einfahrenden Zug am Bahnhof Voerde in Nordrhein-Westfalen. Die Frau, Mutter einer 13-jährigen Tochter, wurde von dem Regionalexpress überrollt und starb noch vor Ort.

Wer den Täter kennt, wusste, dass früher oder später so etwas passieren könnte: Jackson B. ist unter den Anwohnern von Brünen, einem kleinen Dorf mit rund 4000 Einwohnern, für seine willkürlichen Gewaltausbrüchen bekannt.

Der Schubser und sein Bruder terrorisierten das ganze Dorf

Der Serbe kosovarischer Herkunft soll vor etwa einem Jahr nach Brünen gezogen sein, erzählen die Nachbarn der Bild-Zeitung. Eine 55-jährige Anwohnerin sagt: «Er steht oft halb nackt am Fenster, pöbelt rum. Noch schlimmer ist es, wenn er vor dem Haus ist, dann traut man sich nicht mehr mit Kindern auf die Straße», so die Frau.

Schon mehrmals habe der 28-Jährige gedroht, das ganze Dorf «platt zu machen». Unterstützung bekommt er dabei von seinem 32-jährigen Bruder. Beide Männer sollen vergangenen März im Haus eines Rentnerpaares eingedrungen sein und die beiden Senioren (88 und 98 Jahre alt) bedroht haben. Als die Polizei kam, attackierten die betrunkenen Männer auch noch die Beamten. Einer der Polizisten wurde dabei leicht verletzt.

Trotz Ausraster lief B. frei herum

Kaum einige Wochen später griff Jackson B. vor seinem Haus wahllos fremde Autofahrer an. Auch diesmal war er in Begleitung seines Bruders. Sie versuchten, Anhänger vorbeifahrender Autos umzukippen. Weiter waren ein Landwirt und ein Imbiss-Besitzer Opfer des aggressiven 28-Jährigen. Doch obwohl etliche Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstand gegen den Mann vorliegen, war B. bis am Samstagmorgen auf freiem Fuß.

Nach der Gewalttat am Bahnhof Voerde hielten Augenzeugen Jackson B. bis zum Eintreffen der Polizei von Duisburg fest. Noch am selben Tag wurden Mordermittlungen gegen ihn aufgenommen, um die Hintergründe der Tat zu beleuchten. Der Mann sei «dringend tatverdächtig, das Opfer heimtückisch und aus Mordlust vor den einfahrenden Zug geschubst zu haben», teilte die Polizei dann am Sonntag mit. Daher sei Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden.

(L'essentiel/kle/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 22.07.2019 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben eine tolle Politik.

  • Julie am 22.07.2019 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schwer zu verstehen dass immer wieder Gefährder bekannt sind aber Staat und Polizei nichts tun bis es zu spät ist. Ja Ja man kann nur Leute wegsperren die verurteilt sind, das reicht aber nicht mehr, dann müssen halt neue Gesetze her, oder soll jeder wieder eine Waffe zur Selbstverteidigung bekommen ?

  • Danke an die Richter am 23.07.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Da sieht man die Resultate der rot-grünen Kuscheljustiz. Solche Menschen haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen, zurück nach Serbien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Danke an die Richter am 23.07.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Da sieht man die Resultate der rot-grünen Kuscheljustiz. Solche Menschen haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen, zurück nach Serbien.

  • Julie am 22.07.2019 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schwer zu verstehen dass immer wieder Gefährder bekannt sind aber Staat und Polizei nichts tun bis es zu spät ist. Ja Ja man kann nur Leute wegsperren die verurteilt sind, das reicht aber nicht mehr, dann müssen halt neue Gesetze her, oder soll jeder wieder eine Waffe zur Selbstverteidigung bekommen ?

  • Niemand am 22.07.2019 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben eine tolle Politik.