Mord an Frauen

08. Juli 2019 13:53; Akt: 08.07.2019 15:04 Print

Der Täter schläft oft im selben Bett

50.000 Frauen wurden 2017 von ihrem Partner oder von Familienangehörigen getötet, so eine UN-Studie. Auch in Luxemburg erleben viele Frauen häusliche Gewalt.

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Mit Kunstblut beschmierte Demonstranten wollen in Mexiko das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen schärfen. (Bild: DPA/Anthony Vazquez)

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Rund 50.000 Frauen sind 2017 nach einer UN-Studie von ihrem Partner oder von Familienangehörigen getötet worden. Insgesamt starben weltweit 87.000 Frauen durch ein Tötungsdelikt. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor. «Viele werden von ihren aktuellen oder früheren Partnern getötet, aber auch von Vätern, Brüdern, Müttern, Schwestern und anderen Familienmitgliedern wegen ihrer Rolle und ihres Rangs», stellt der Bericht fest.

Wenn es sich um Partner oder Ex-Partner handle, seien die Taten meist nicht spontan, sondern stünden am Ende einer langen Gewaltspirale. Unter den Motiven spielten Eifersucht und Angst vor der Trennung eine wichtige Rolle. Vergleichszahlen von 2012 legten nahe, dass die Zahl der Opfer leicht steige, hieß es.

Häusliche Gewalt in Luxemburg

Beim Vergleich der Kontinente fällt auf, dass sich die meisten Fälle tödlicher häuslicher Gewalt in Asien abspielen. Dort verzeichnete die UN-Behörde im Jahr 2017 rund 20.000 von Partnern oder Familienangehörigen getötete Frauen. In Afrika wurden 19.000 Fälle gezählt, auf dem amerikanischen Kontinent 8000, in Europa 3000 und in Ozeanien 300. Werden die jeweiligen Einwohnerzahlen der Regionen berücksichtigt, ist die Situation für die Frauen in Afrika am gefährlichsten, in Europa leben sie vergleichsweise sicher. Doch auch hier sind Frauen von Gewalt betroffen.

Die Beratungsstelle Pro Familia hat für ihre Luxemburger Einrichtungen Daten erhoben. 95 Prozent der Frauen kommen in die Hilfseinrichtungen, weil sie häusliche Gewalt erfahren haben. In den meisten Fällen geht diese vom Partner aus. In selteneren Fällen von anderen Familienmitgliedern.

(mb/L'essentiel/dpa)

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