Umweltschützer entsetzt

24. November 2019 16:15; Akt: 24.11.2019 16:17 Print

Deutsche Marine sprengt Minen und tötet 18 Wale

Vor einem Nato-Manöver sprengte die deutsche Marine in der Ostsee alte Seeminen. Das hatte fatale Folgen für Tiere und Umwelt.

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In der Ost- und Nordsee liegen laut dem deutschen Naturschutzbund (Nabu) 1,6 Millionen Tonnen Spreng- und Brandbomben sowie bis zu 300 000 Tonnen chemische Kampfstoffe aus der Zeit der beiden Weltkriege und den Jahren danach, als die Alliierten die Waffen im Meer versenkten. Da diese eine Gefahr für die Umwelt und die Schifffahrt darstellen, sollen sie sukzessive geräumt werden.

So beseitigte die deutsche Marine im Vorfeld eines Nato-Manövers im August in der Ostsee 42 britische Seeminen – mit fatalen Folgen: Die Sprengkörper rissen teils nicht nur bis zu 5 Meter breite Krater in ein geschütztes Riff, sondern töteten offenbar auch etliche Schweinswale. Denn die Minen lagerten auf dem Grund des Fehmarn-Belts, einem der wichtigsten Lebensräume der Meeressäuger in Deutschland.

Insgesamt 18 Kadaver entdeckten die Umweltschützer nach den Sprengungen.

Für den Nabu ist es fast sicher, dass die Totfunde mit der Marine-Aktion zusammenhängen. «Der Vorfall ist unerträglich und offenbart das Ignorieren geltenden Naturschutzrechts und unzureichende Umweltstandards der Marine», klagen die Umweltschützer. Das Manöver sei «eine gute Gelegenheit gewesen, kostengünstig zu sprengen». Die Kadaver werden nun auf ihre Todesursachen untersucht.

(L'essentiel/trx)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • silv am 24.11.2019 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schäemt euch ????????????

  • Heng am 24.11.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    nur weiter so Ihr werdet die Welt schon klein kriegen der wo den Scheiss rein geschmissen hat soll ihn auch entsorgen und nicht auf kosten von Mensch und Tier.

  • JAKO am 24.11.2019 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da sitzen die falschen LEUTE an verantwortungsvollen Posten die nun aber überhaupt keinen Verstand besitzen, Leute die viel Geld viel verdienen und nicht dahin gehören.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jens C. am 25.11.2019 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Schade nur, das Lessentiel.lu nicht den NABU Bericht vollständig zitiert. Dort schreibt man von Vermutung, unklarer Todesursache der Wale und der Möglichkeit, dass die Bundeswehr die Ursache ist. In der Presse wird dies bereits als Tatsache verkauft. Beweise dafür bleibet sowohl die Presse, als auch der NABU schuldig. Jedes Jahr werden über 200 tote Schweinswale an den Küsten der Ostsee entdeckt. Bei diesen 18 scheinen alle die Bundeswehr als Ursache ausgemacht zu haben.

  • Julie am 25.11.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Deutschland hat fertig : Wirtschaft, Autobauer, Banken, Bauprojekte, Funklöcher, Rechtsradikale, Altersarmut, Schulen, Behörden, Polizei, Politiker, Armee... "Made in Germany" kehrt zur ursprünglichen Bedeutung von damals zurück (von den Engländern eingeführt), nämlich als Warnung

  • Tweety am 24.11.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das Manöver sei «eine gute Gelegenheit gewesen, kostengünstig zu sprengen». Diese Bomben sowie die modernen von Heute ,werden nur zum töten erfunden und gebaut,und zwar von der schlimmsten lebenden Rasse auf dem Planeten dem sogenannten Menschen. Und den meisten dieser Menschen liegt nichts oder nicht sehr viel an der Tierwelt ,die aber unter all den auf dem Planeten ausgetragenen Kriegen genau soviel leidet wie unsere Kinder . Kriege ,wozu die meisten Waffen gebaut werden haben noch nie Probleme gelöst ,sonder immer neue hervorgerufen.

  • Danke am 24.11.2019 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Danke AKK

  • JAKO am 24.11.2019 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da sitzen die falschen LEUTE an verantwortungsvollen Posten die nun aber überhaupt keinen Verstand besitzen, Leute die viel Geld viel verdienen und nicht dahin gehören.