Schwimmen gegen Speck

24. Januar 2019 11:09; Akt: 24.01.2019 11:12 Print

Dicke Zooschlangen müssen jetzt ins Fitness

Übergewicht kann nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere gesundheitlich problematisch sein. Der Zoo Melbourne hat nun Maßnahmen ergriffen.

Wassergymnastik für Schlangen? Warum nicht, dachten sich die Mitarbeiter des australischen Zoos. (Video: Melbourne Zoo)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wenn es etwas gibt, das Menschen nicht im Zoo sehen wollen, dann sind es Tiere, die nur träge in der Ecke liegen. Dessen ist sich auch der Melbourne Zoo bewusst. Er hat beschlossen, das zu verhindern und den auserwählten Tieren – zunächst sind dies Schlangen und Reptilien – gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

Herausgekommen ist die weltweit erste Hydrogymnastikanlage (siehe Video oben), wie der Zoosprecher Jesse Failla sagt. Dabei handele es sich um ein wohltemperiertes Wasserbecken, durch das kontinuierlich Wasser fließe. Die Tiere «müssen stetig dagegen anschwimmen, was sie ganz nebenbei fit werden lässt».

So erhöhe sich der Muskeltonus der Tiere im gleichen Maß wie der ihrer wild lebenden Artgenossen, so Faillas Kollege Alex Mitchell in einer Mitteilung.

Lebensrettende Funktion

Die Tiere bleiben demnach so lange in dem Becken, bis sie Anzeichen von Müdigkeit aufweisen. Das sei bei den meisten Arten nach vier bis fünf Minuten der Fall. Dann heben die Pfleger sie aus dem Wasser heraus. Nur die Texas-Klapperschlangen (Crotalus atrox) hielten sich gern länger im Wasser auf.

Welch große Rolle die Hydrogymnastikanlage spielen kann, zeigt der Fall der ebenfalls darin badenden Dreistreifen-Scharnier-Schildkröte (Cuora trifasciata). Sie ist vom Aussterben bedroht, was bedeutet, dass jedes einzelne noch vorhandene Exemplar bewahrt werden und fit gehalten werden muss.

Die Entwicklung des tierischen Gyms hat nach Angaben des Zoos mehrere Jahre in Anspruch genommen.

(L'essentiel/fee)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.