Pyramiden

20. November 2015 09:54; Akt: 20.11.2015 10:01 Print

Die eisige Geisterstadt auf Spitzbergen

Mitten zwischen Schnee und Eis liegt die verlassene sowjetische Siedlung Pyramiden. Allmählich entwickelt sie sich zu einem Touristenmagneten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

1200 sowjetische Minenarbeiter lebten einst in Pyramiden. Während des Kalten Kriegs bauten sie bei einem Fjord auf der arktischen Inselgruppe Spitzbergen tonnenweise Kohle ab. Mit dem Untergang der UdSSR war jedoch auch das Schicksal von Pyramiden besiegelt. Die Erträge wurden immer geringer und die Löhne aus Moskau immer seltener bezahlt. 1998 wurde der Betrieb aufgegeben und die russische Enklave auf dem norwegischen Archipel fluchtartig verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt, die wie in der Zeit eingefroren scheint: Eine einsame Schaukel auf dem Spielplatz, ein Theater oder eine funktionsfähige Turnhalle mit Schwimmbad warten darauf, benutzt zu werden.

Hotel mit 24 Zimmern

Eines der verlassenen Gebäude wurde inzwischen zu einem Hotel mit 24 Zimmern umgebaut. Es ist während der Sommermonate in Betrieb. Acht Angestellte sorgen für das Wohl der Gäste – und dafür, dass Stromgenerator und Kohleheizung in Schuss bleiben. Zunehmend entwickelt sich Pyramiden, das rund 50 Kilometer von Spitzbergens Hauptstadt Svalbard entfernt ist, zu einer Touristenattraktion. Besucher kommen, um die Lenin-Büste mitten im eisigen Nirgendwo zu fotografieren und in die Geschichte der Geisterstadt einzutauchen. Schwarz-Weiß-Fotografien, verblichene Tapeten und Bergbau-Überbleibsel erzählen die Geschichte einer längst vergangenen Welt.

(L'essentiel/sei)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De Grandsack am 20.11.2015 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das könnte ja ein Flüchtlingslager für Hartgesottene werden oder??

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Grandsack am 20.11.2015 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das könnte ja ein Flüchtlingslager für Hartgesottene werden oder??

    • Kalimero am 24.11.2015 08:30 Report Diesen Beitrag melden

      genau gute Idee

    einklappen einklappen