Betrug auf Airbnb

16. Mai 2019 09:19; Akt: 16.05.2019 09:25 Print

Die Unterkunft «in bester Lage» ist ein Container

Ein Brite reist für eine Nacht nach Amsterdam. Seine auf Airbnb gebuchte Unterkunft entpuppt sich als Container. Die Einrichtung: drei Matratzen auf dem Boden und ein Klo.

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Das Angebot klang verlockend – doch das «saubere Zuhause mit privatem Badezimmer in der Nähe des Bahnhofs» war nicht das, was sich der Brite Ben Speller vorgestellt hatte, als er via Airbnb eine Unterkunft in Amsterdam buchte. Statt einer Wohnung fand der Tourist einen Container am Straßenrand.

Der Fußball-Fan war vergangene Woche nach Amsterdam gereist, um das Champions-League-Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Ajax zu sehen. Auf dem Vermietungsportal Airbnb entdeckte Speller ein «Häuschen» für 100 britische Pfund (umgerechnet 130 Euro). Vermieter Jacob versprach in seiner Anzeige ein Schlafzimmer für drei Personen «in bester Lage».

Türe auf, reingeschaut, Türe zu

Als der Brite mit dem Taxi dorthin fuhr, war er zunächst ratlos. «Wir waren schon dreimal an die angegebene Adresse vorbeigefahren und dachten ‹das kann es nicht sein›, als wir den Container sahen», erzählt er dem niederländischen Sender «AT5».

Speller stieg aus dem Taxi und öffnete die Tür zum grauen Schiffscontainer. Doch, das war offenbar die Unterkunft, die er gebucht hatte. Noch schockierter war er aber, als er hineinblickte: Da lagen drei Matratzen auf dem Boden, am Ende stand eine eingebaute Toilettenkabine. «Ich schloss wieder ab und ließ mich in ein Hotel fahren», so Speller weiter.

Container stand illegal am Straßenrand

Zurück in seiner Heimat meldete er sich beim Besitzer und forderte die Rückerstattung für die bezahlte Unterkunft sowie für die zusätzlichen 300 Euro für das Hotelzimmer. Seinen Antrag lehnte Jacob jedoch ab. Schließlich übernahm Airbnb sämtliche Kosten.

Für den Containerbesitzer hat der Fall nun Folgen. Wie «AT5» berichtet, löschte Airbnb Jacobs Annonce. Zudem ließ die Stadtbehörde seinen Container abtransportieren. Wie sich herausstellte, hatte der Mann keine Erlaubnis, um den Container auf dem Trottoir stehen zu lassen.

(L'essentiel/kle)

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