Glücklicher Fund

22. August 2019 07:18; Akt: 22.08.2019 07:22 Print

Diese Flaschenpost wurde vor 50 Jahren losgeschickt

Ein Mann entdeckte an der Küste Alaskas eine Flaschenpost. Kurze Zeit später konnte der Mann, der den Brief vor 50 Jahren abgeschickt hatte, ausfindig gemacht werden.

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Tyler Ivanoff war gerade dabei, an der Küste von Shishmaref, einer kleinen Insel im Westen Alaskas, Feuerholz zu sammeln, als er zwischen den Holzstücken etwas Grünes entdeckte. Was anfänglich wie eine achtlos weggeworfene Glasflasche aussah, entpuppte sich schließlich als Relikt aus der Vergangenheit.

Bei genauerer Inspektion erkannte Ivanoff nämlich, dass sich im Innern der Flasche ein Stück Papier befand, wie ABC berichtet. Als er dieses herausholte, stellte er zu seiner Überraschung fest, dass tatsächlich ein Text darauf geschrieben war. Entziffern konnte er ihn allerdings nicht, da er auf Russisch verfasst war.

Absender nach nur einem Tag gefunden

Als er am gleichen Abend zu Hause angekommen war, stellte er Fotos der Flasche und des Texts auf Facebook und fragte: «Heute habe ich eine Flaschenpost gefunden. Sind irgendwelche von meinen Freunden russische Übersetzer?» Zwar meldete sich daraufhin nicht sofort jemand bei ihm, mehrere seiner Freunde teilten den Beitrag aber auf Facebook.

Auf diesem Weg wurden Reporter der russischen staatlichen Medienorganisation Rossiya 1 auf den Post aufmerksam. Diese benötigten nur einen Tag, um den Absender der Flaschenpost ausfindig zu machen.

Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Schiffskapitän namens Anatoly Botsanenko. Er verfasste den Brief am 20 Juni 1969. Die Flaschenpost war also 50 Jahre unentdeckt geblieben. Ins Meer geworfen hatte Botsanenko die Flasche von seinem Schiff Sulak aus, das für die russische Fernostflotte unterwegs war.

«Es ist tatsächlich meine Handschrift!»

Im Brief steht: «Ich grüße jene, die diese Flasche finden, und bitte sie, an die Adresse Vladivostok-43 VRXF Sulak an die Mannschaft adressiert zu antworten. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit, viele Lebensjahre und glückliches Segeln.»

Der heute 86-jährige Botsanenko konnte sich zuerst nicht daran erinnern, den Brief geschrieben zu haben. Bei genauerem Hinsehen traten ihm aber plötzlich Tränen in die Augen. «Das ist tatsächlich meine Handschrift!», rief er laut dem russischen TV-Sender Rossiya 1 aus. «Und schaut, der Brief stammt von der Fernost-Flotte!»

(L'essentiel/doz)

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