Auf 3400 Metern Höhe

17. Juli 2019 19:13; Akt: 17.07.2019 19:13 Print

Dieser Bergsee dürfte gar nicht existieren

Im Mont-Blanc-Maßiv hat Bryan Mestre eine schockierende Entdeckung gemacht: Auf 3400 Metern bildete sich ein See.

Dieses Video zeigt den See, der gar nicht existieren dürfte.

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Glasklares, türkisblaues Wasser eingebettet in Eis und schroffe Felswände – diese scheinbar traumhafte Szenerie bot sich Alpinisten Ende Juni im Mont-Blance-Maßiv. Bei ihrem Anblick schrillten bei Bergsteiger Bryan Mestre aber alle Alarmglocken. Der idyllische See befand sich nämlich an einem Ort, an dem er eigentlich gar nicht existieren dürfte – auf rund 3400 Metern unterhalb des Gipfels des Dent du Géant.

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To all the people claiming it was a fake or a photoshopped picture, a false flag or whatever... It's very real, the glacier is in terrible shape and liquid water only accelerates the melting process... There's now a lake at the base of Dent du Géant and Aiguilles Marbrées.... Keep sharing! My interview with @mblivetv can be found here! https://montblanclive.com/radiomontblanc/article/massif-du-mont-blanc-un-petit-lac-se-forme-a-plus-de-3000-m-daltitude-48453 #climbing #climber #climb #frenchalps #savoie #savoiemontblanc #hautesavoie #outdoors #globalwarming #mountaineering #mountains #mountain #montagne #montagna #montaña #montanhismo #mountaineer #alpinist #alpinism #alpinisme #alpinismo #alpi #alps #alpes #environment #savetheplanet #climatechange #montblanc @beal.official @millet_mountain @patagonia @blueiceclimbing A post shared by Bryan Mestre (@bryanthealpinist) on Jun 30, 2019 at 6:59am PDT

In dieser Höhe gibt es normalerweise kein flüssiges Wasser, nur Eis und Schnee. Mestre war von dem Anblick schockiert, wie auf Instagram schreibt. Vor allem weil es kurz zuvor an der Stelle noch keinen See gegeben hatte, wie die Vergleichsaufnahme eines anderen Bergsteigers zeigt. Laut «National Geographic France» misst der See der Länge nach rund 30 Meter, insgesamt haben sich dort einige Tausend Kubikmeter Schmelzwasser angesammelt.

«Nur zehn Tage extremer Hitze waren genug, um das Eis zu schmelzen und einen See zwischen dem Dent du Géant und Aiguilles Marbrées zu bilden», so Mestre. «Es ist Zeit, Alarm zu schlagen.» Zuletzt hatte sich während der Hitzewelle im Jahr 2015 an dieser Stelle ein See gebildet, erinnert sich Glaziologe Ludovic Ravanel im Gespräch mit «Radio Mont Blanc».

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Time to sound the alarm... The problem here? These two pictures were taken only 10 days apart... It was taken earlier on June 28th, the second one was shared by Paul Todhunter. Only 10 days of extreme heat were enough to collapse, melt and form a lake at the base of the Dent du Géant and the Aiguilles Marbrées That I know, this is the first time anything like that as ever happened. Southern Europe and the Alps have been struck by a massive heatwave with temperature ranging from 40 to 50 degrees, the below 0 freezing altitude was as high as 4,700m (15,400ft) and during the day temperatures as high as 10 degrees Celsius (50 F) were felt on top of Mont Blanc 4,810m (15,780ft)... This is truly alarming glaciers all over the world are melting at an exponential speed... My interview with @mblivetv can be found here! https://montblanclive.com/radiomontblanc/article/massif-du-mont-blanc-un-petit-lac-se-forme-a-plus-de-3000-m-daltitude-48453 #climbing #climber #climb #frenchalps #savoie #savoiemontblanc #hautesavoie #outdoors #globalwarming #mountaineering #mountains #mountain #montagne #montaña #montagna #montanhismo #mountaineer #alpinist #alpinism #alpinisme #alpinismo #alpi #alps #environment #savetheplanet #climatechange #montblanc @patagonia @beal.official @millet_mountain @blueiceclimbing A post shared by Bryan Mestre (@bryanthealpinist) on Jun 30, 2019 at 3:10am PDT

Nach einer Studie die von Schweizer Forschern im Fachblatt «The Cryosphere» veröffentlicht wurde, könnten die Gletscher der Alpen bis zum Jahr 2100 komplett verschwinden – wenn es uns nicht gelingt, die Treibhausgasemissionen massiv zu senken und die Erderwärmung auf unter plus 2 Grad Celsius zu halten.

«Fieberthermometer der Erde»

Für die Forschung sind die Alpen ein wichtiger Indikator des Klimawandels, weil hier von den Tälern bis zu den Gipfeln verschiedenste Klimazonen auf engstem Raum zu finden sind. Die oberste Zone geht aber bereits verloren, weil tiefere Vegetationszonen nach oben wandern, führte Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gegenüber der Deutschen Presseagentur bereits im Mai diesen Jahres aus.

«Die Alpen können somit als wichtiges Frühwarnsystem für die Erde insgesamt dienen. Auf Berggipfeln kann man besonders früh und klar sehen, wie der Klimawandel die Natur verändert», so Lucht. «Hochgebirge und Polkappen sind die Fieberthermometer der Erde.»

Auch in der Arktis ist die Situation dramatisch. Grönland wurde Mitte Juni von der massiven Hitzewelle ebenfalls nicht verschont. Ein schockierendes Foto zeigt, wie Schlittenhunde durch einen riesigen Schmelzwasser-See laufen – da wo eigentlich Eis sein sollte.

(L'essentiel/uten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @schon tot am 18.07.2019 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo genau esou ass et leider

  • Schon Tod am 18.07.2019 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Menschen sich in der Zukunft selbst ausgerottet haben, wird es der Erde besser gehn.

Die neusten Leser-Kommentare

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  • Schon Tod am 18.07.2019 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Menschen sich in der Zukunft selbst ausgerottet haben, wird es der Erde besser gehn.