45 Stunden vermisst

13. Oktober 2021 10:06; Akt: 13.10.2021 10:13 Print

Dieser Förster entdeckte Julia (8) im Wald

Hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige suchten stundenlang nach der vermissten Julia. Gefunden wurde die Achtjährige schlussendlich von Martin Semecký.

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Mehr als zwei Tage lang suchten Hunderte von Polizisten und Freiwilligen mit Spürhunden, Quads und Helikoptern nach der vermissten Julia. Die Achtjährige war mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrem Cousin auf einer Wanderung an der deutsch-tschechischen Grenze unterwegs, als von den Kindern plötzlich jede Spur fehlte. Während ihr Bruder und Cousin schnell wieder gefunden wurden, blieb Julia vermisst.

Nun wurde die Achtjährige am Dienstagnachmittag gefunden. Ihr Retter Martin Semecký habe die Achtjährige ungefähr acht Kilometer vom Ort des Verschwindens entdeckt. Der tschechische Förster hatte in einer Fünfergruppe ein Gebiet abgesucht, das zuvor noch nicht durchkämmt worden war. Julia wurde in einem Unterstand im Wald gefunden und sei aufgestanden, als sie Semecký und seine Kollegen bemerkte. Sie sei aber zu schwach gewesen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Aufgewühlt, aber glücklich

«Ich habe ihre blonden Haare gesehen, Jacke und Schuhe erkannt», sagte der Förster der «Bild». Danach habe er «Julia» gerufen, und sie habe genickt. Zur tschechischen Zeitung «Denik» meinte Semecký: «Es ist ein Wunder, dass sie überlebt hat. Als wir sie sahen, trauten wir unseren Augen nicht.» Er sei völlig aufgewühlt, aber sehr glücklich.

Laut Angaben der Polizei war Julia zwar unterkühlt und stark erschöpft, aber nicht ernsthaft verletzt. Sie schwebe außer Lebensgefahr, ihr momentaner Aufenthaltsort werde aber nicht bekanntgegeben, damit sich die Familie erholen könne. Die Kinderpsychologin Martina Rezková vermutet, dass Julia höchstwahrscheinlich unter posttraumatischem Stress leidet.

An der Suche beteiligten sich tschechische Behörden sowie die bayerische Polizei. Unter anderem kamen mehrere Rettungshunde, zwei Personensuchhunde und zwei Polizeihelikopter zum Einsatz. Auch etwa hundert bayerische Feuerwehrleute und die Bergwacht halfen mit, die vermisste Julia zu finden.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

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