Verräterische Partikel

28. Oktober 2016 15:05; Akt: 28.10.2016 15:12 Print

DNA-​​Proben enthüllen bald unser Gesicht

Wie wir aussehen, steht in unserem Erbgut. In Zukunft wird deshalb eine DNA-Probe ausreichen, um ein Phantombild zu zeichnen.

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Wie groß wir werden, ob wir eher ein rundes oder schmales Gesicht haben, eine Stupsnase oder abstehende Ohren: All das und viele weitere Merkmale unserer Erscheinung sind in den Genen festgelegt. Theoretisch sollte es also möglich sein, aus einer DNA-Probe herauszulesen, wie ein Mensch aussieht – etwa, um einen Straftäter zu finden.

Tatsächlich ist es heute bereits möglich, die Augen- und Haarfarbe mit hoher Genauigkeit zu bestimmen. «Andere Gesichtsmerkmale sind komplizierter», sagt Cordula Haas, Forensikerin an der Uni Zürich, denn diese werden von einer Vielzahl von Genen mitbeeinflusst.

In fünf bis zehn Jahren ist es so weit

In jüngster Zeit haben Forscher aber große Fortschritte gemacht. Sie haben zahlreiche beteiligte DNA-Abschnitte identifiziert und analysiert, wie diese die Gesichtszüge formen (siehe Box). «In weiteren fünf bis zehn Jahren dürfte es möglich sein, die wichtigsten Gesichtsmerkmale vorherzusagen», sagt Haas. Dann sollte man aus einer DNA-Probe vom Tatort ein Phantombild zeichnen können. In den USA benutzen Polizisten schon heute erste grobe DNA-Bilder – vorerst als Hilfe, um Verdächtige auszuschließen.

So formt die DNA unser Gesicht

Die Augenfarbe ist abhängig von sechs verschiedenen Genen. Ob jemand blaue oder braune Augen hat, lässt sich fast sicher bestimmen. Etwas ungenauer sind andere Farben, beispielsweise Grün. Auch wie die Haarfarbe einer Person entsteht, ist entschlüsselt. Sie lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussagen. Ist das Haar gelockt oder gerade gewachsen? Das bestimmen rund 100 DNA-Abschnitte mit. In einigen Jahren wird man zwischen Lockenköpfen und Leuten mit geradem Haar unterscheiden können.

Für den Augenabstand hat man bisher ein einziges zuständiges Gen gefunden. Es beeinflusst diesen um fast einen Zentimeter. Von Stups- bis Hakennase: Unserem Riechorgan geben vier verschiedene Gene seine Form. Soweit die bisherigen Erkenntnisse. Genau wird man die Form der Nase in fünf bis zehn Jahren voraussagen können. Wie ausgeprägt sind Kinn und Backenknochen? Und wie sehen Ohren, Mund und Augenbrauen aus? Erste Gene, die das beeinflussen, sind bekannt. Wie sie zusammenspielen, muss noch genauer erforscht werden.

(L'essentiel)

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