Russland

17. Juli 2019 07:22; Akt: 17.07.2019 07:24 Print

Drei Töchter töten ihren Vater -​​ Mordanklage

Sie töteten ihren Vater, um jahrelanger Misshandlung ein Ende zu setzen. Nun kommen sie wegen Mordes vor Gericht.

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Weil sie für seinen Geschmack die enge Zweizimmerwohnung in Moskau nicht sauber genug geputzt hatten, sprühte der Vater den Töchtern Pfefferspray ins Gesicht, eine von ihnen wurde ohnmächtig. Danach beschlossen, Maria, Angelina und Kristina Chatschaturjan – damals 17, 18 und 19 Jahre alt –, ihren Peiniger zu töten.

Sie warteten, bis der Vater schlief, dann attackierten sie ihn gemeinsam, die eine mit dem Pfefferspray, die Zweite mit einem Messer und die Dritte mit einem Hammer. Dutzende Male stießen und schlugen sie zu. Danach riefen sie die Polizei. Sie hätten in Notwehr gehandelt, sagten sie den Beamten.

Täterinnen oder Opfer?

Das war vor einem Jahr. Nun kommen die drei Schwestern wegen Mordes vor Gericht, was in Russland heftige Diskussionen ausgelöst hat. wie die «Redaktion Tamedia» schreibt. Sind die drei Mädchen, die der Vater über Jahre terrorisiert, systematisch geschlagen und sexuell missbraucht hat, wirklich kaltblütige Mörderinnen? Oder vielmehr Opfer eines kriminellen Vaters und eines Rechtssystems, das Frauen und Kinder nicht vor häuslicher Gewalt schützt und ihrem traurigen Schicksal überlässt?

Vor dem Gericht demonstrierten Hunderte für die Mädchen. Über 300.000 Menschen haben eine Onlinepetition unterzeichnet, die Anklage fallen zu lassen. Nicht alle sind dieser Meinung: Mord bleibe Mord, sagen Kritiker und unterstützen die Anklage, die die Mädchen bis zu 20 Jahre ins Gefängnis bringen würde.

Übernommen von der «Redaktion Tamedia» und bearbeitet von «20 Minuten».

(L'essentiel/uten)

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