Daten werden publik

16. Februar 2020 19:32; Akt: 16.02.2020 19:41 Print

Du kannst jetzt bei der Suche nach Aliens helfen

Forscher benötigen bei der Suche nach außerirdischem Leben Hilfe. Deshalb wurden Daten von der Milchstraße nun öffentlich zugänglich gemacht.

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Sind wir allein im Universum? Auf der Suche nach außerirdischen Zivilisationen haben Forscher nach eigenen Angaben den bislang größten Lauschangriff auf unsere Heimatgalaxie unternommen.

Fast zwei Petabyte an Beobachtungsdaten der Milchstraße hat die privat finanzierte Initiative «Breakthrough Listen» nun öffentlich zugänglich gemacht, wie die an der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) beteiligte Universität von Kalifornien in Berkeley berichtet. Das Projekt wurde am Freitag (Ortszeit) auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) in Seattle vorgestellt.

Zwei Milliarden Megabyte

Zwei Petabyte sind rund zwei Milliarden Megabyte, das entspricht etwa einer Billion Seiten Text. «Das ist die größte Veröffentlichung von SETI-Daten in der Geschichte», betonte «Breakthrough Listen»-Chefwissenschaftler Andrew Siemion von der Universität von Kalifornien. Die Daten stammen vor allem vom Parkes-Radioteleskop in Australien und vom Green-Bank-Radioteleskop in den USA. Sie hatten in den vergangenen vier Jahren die von Sternen dicht bevölkerte Scheibe der Milchstraße nach möglichen Funksignalen außerirdischer Zivilisationen abgehorcht.

Bei der Auswertung geht es darum, Signale zu ermitteln, die sich vom natürlichen astrophysikalischen Hintergrundrauschen abheben, andererseits aber auch nicht von irdischen Quellen wie etwa Satelliten stammen können. Für diese Herkulesaufgabe hofft die Initiative auf die Hilfe von anderen Forschern wie etwa Experten für Maschinenlernen und künstliche Intelligenz, wie Siemion erläuterte. Auch Bürger können sich beteiligen: Ein Teil der Daten kann über das Bürgerforschernetzwerk SETI@Home der Universität von Kalifornien auf heimischen PCs analysiert werden.

Supercomputer im Einsatz

Allerdings seien die Datenmengen so riesig, dass sie sich nicht alle direkt über das Internet senden ließen, erklärte Siemion. Stattdessen würden die Rohdaten mit Hilfe von Supercomputern verkleinert, wobei die Empfindlichkeit für ein möglichst breites Spektrum von Signalen erhalten bleibe.

Die Beobachtungen dienten nicht allein zum Aufspüren außerirdischer Rundfunksender oder anderer künstlicher Signale, betonten die Wissenschaftler. Sie seien auch eine Goldmine für die Suche nach natürlichen astronomischen Phänomenen, die sich im Bereich der Radiowellen bemerkbar machen.

Rätselhafteste Beobachtungen

So habe eine Analyse vor etwas mehr als einem Jahr mehr als 70 Radiopulse von einem sich wiederholenden sogenannten Fast Radio Burst (FRB; kurzer Radioblitz) aufgespürt. Die zufällig auftretenden FRB gehören derzeit zu den rätselhaftesten Beobachtungen im Kosmos. Sie sind natürlichen Ursprungs, aber ihre genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Astronomen sind daher auf möglichst viele Beobachtungen angewiesen.

«Breakthrough Listen» ist eine der vom russischen Unternehmer Juri Milner gegründeten und privat finanzierten Forschungsinitiativen. «Für die gesamte Menschheitsgeschichte hatten wir eine begrenzte Datenmenge, um nach Leben jenseits der Erde zu suchen. Daher konnten wir nur spekulieren», erläuterte Milner in der Mitteilung der Universität. «Jetzt, wo wir eine große Menge Daten bekommen, können wir echte Wissenschaft betreiben, und indem wir diese Daten für die allgemeine Öffentlichkeit verfügbar machen, kann das jeder, der die Antwort auf diese tiefgreifende Frage wissen möchte.»

(L'essentiel/vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pitt am 17.02.2020 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ich helfe nach Hohlköpfen suchen,die sind leichter zu finden.

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  • Jerry am 17.02.2020 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was war da nochmal fuer ein Program auf der PlayStation 3 nochmal? Ah ja, genau, SETI@Home. Damit konnten Zocker/Gamer/Spieler oder wie auch immer, die Rechenleistung ihrer 8-Kern PS3 zum SETI Projekt zur verfuegung stellen. Meine Konsole damals hat mehr als 5’000 Stunden schon damit verbracht diese Daten zu analysieren. Sehr fazinierend daran Teil zu haben.

  • its sometimes simple am 17.02.2020 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    sougur dën Exvertedegungsminister vun Kanada, dën 6 Mann den um Mount war Edgar Mitchell, an Exmatarbeschter vun der Nasa an och Area51, hun d'Existenz vun Aliens confirmeiert an presenteiren d'Fakten, einfach d'Doku "Unacknowledged" op Netflix kucken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • its sometimes simple am 17.02.2020 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    sougur dën Exvertedegungsminister vun Kanada, dën 6 Mann den um Mount war Edgar Mitchell, an Exmatarbeschter vun der Nasa an och Area51, hun d'Existenz vun Aliens confirmeiert an presenteiren d'Fakten, einfach d'Doku "Unacknowledged" op Netflix kucken.

  • Jerry am 17.02.2020 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was war da nochmal fuer ein Program auf der PlayStation 3 nochmal? Ah ja, genau, SETI@Home. Damit konnten Zocker/Gamer/Spieler oder wie auch immer, die Rechenleistung ihrer 8-Kern PS3 zum SETI Projekt zur verfuegung stellen. Meine Konsole damals hat mehr als 5’000 Stunden schon damit verbracht diese Daten zu analysieren. Sehr fazinierend daran Teil zu haben.

  • pitt am 17.02.2020 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ich helfe nach Hohlköpfen suchen,die sind leichter zu finden.

    • HenriNico am 17.02.2020 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ja dazu muss du aber nur auf der Erde suchen

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