Unwetter in Frankreich

04. Oktober 2020 15:42; Akt: 04.10.2020 15:46 Print

Ehepaar wird in Haus von den Fluten mitgerissen

Ein französischer Journalist hat ein Video veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie das Unwetter ein Haus zerstört. Die zwei Personen, die sich im Haus befanden, werden nun vermisst.

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Nach verheerenden Unwettern in Südfrankreich und Norditalien setzen Hunderte Retter die Suche nach Opfern fort. In Hinterland der Riviera-Metropole Nizza, wo Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten waren, werden Bewohner mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Zur Hilfe werde auch die Armee eingesetzt, kündigte der französische Regierungschef Jean Castex am Samstag an.

Im französischen Département Alpes-Maritimes an der Grenze zu Italien wurden mindestens acht Menschen vermisst, von zahlreichen anderen fehle eine Nachricht, resümierte Castex. Es gebe «große Sorge über die endgültige Bilanz».

Journalist filmt das Unglück

In Roquebillière ist ein Ehepaar in einem Haus von den Fluten mitgerissen worden. Sie hatten zuvor mit einer Lampe auf sich aufmerksam gemacht. Nach den beiden wird nun aktiv gesucht.

Ein Journalist von Nice Matin hatte gefilmt, wie das Wasser das Gebäude, in dem sich das Paar befand, zerstörte. «Kurz nach diesem Video wurde das Haus vom tobenden Fluss mitgenommen», schreibt der Journalist auf Twitter.

Starke Regenfälle hatten die Region am Mittelmeer am Freitag getroffen und fatale Überschwemmungen ausgelöst. Häuser und Brücken wurden weggerissen, lange Straßenstücke verschwanden in den Wassermassen. Die Wetterlage beruhigte sich zuletzt wieder.

Zwei Tote in Norditalien

In Norditalien kamen nach den Unwettern zwei Menschen ums Leben. Unter ihnen war laut Medien ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr aus dem Aostatal, der bei einem Rettungseinsatz unterwegs war. Zahlreiche Menschen wurden vermisst. Viele Haushalte waren ohne Strom.

In der norditalienischen Region Piemont meldeten die Behörden zeitweise um die 20 Vermisste. Auch eine deutsche Trekkinggruppe habe sich zunächst nicht bei einem Hotelier gemeldet, der sie nach einer mehrtägigen Tour bei Terme di Valdieri abholen sollte, hieß es. Die Wanderer wurden von der Bergrettung auf einer Hütte entdeckt und in Sicherheit gebracht. Im Aostatal waren einige Orte nach Erdrutschen und Brückenschäden zeitweise vom Verkehr abgeschnitten.

Südfrankreich wird seit Jahren von schweren Unwettern getroffen, die Folgen waren schwer. Im Herbst vergangenen Jahres kamen 14 Menschen ums Leben. Die dicht bebaute Côte d’Azur wurde genau vor fünf Jahren von schweren Unwettern getroffen, 20 Menschen starben damals.

(L'essentiel/woz/SDA)

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