Polizeigewalt

05. Juni 2020 13:28; Akt: 05.06.2020 13:28 Print

«Ein Polizist schoss ihm direkt ins Gesicht»

Unruhen in den USA sorgen für den Einsatz von Tränengas und Gummischrot. Auf Social Media kritisieren Nutzer unnötige Polizeigewalt und zeigen Beispiele.

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Amerika ist nach dem Tod von George Floyd im Ausnahmezustand. Es kommt zu heftigen Protesten. Deswegen gelten in mehreren Städten strenge Ausgangssperren. Bei den Protesten setzt die Polizei auch immer wieder Gummischrot ein. Auf Social Media berichten Betroffene über die Folgen davon. Sie schreiben von schweren Verletzungen am Kopf und einem nicht ansprechbaren Opfer auf der Intensivstation. Diese Polizeigewalt macht viele wütend.

Twitter-Nutzerin KimmyKayRN etwa schreibt, dass die Cousine ihrer Arbeitskollegin in San Diego an Protesten teilnahm. «Sie wurde zwischen den Augen von einer Gummikugel getroffen.» Seither sei sie nicht ansprechbar und auf der Intensivstation.

«Es war grausam, es war herzlos», schreibt eine Frau in einem Facebook-Post und zeigt Bilder von ihrem verletzten Begleiter Sean. «Ein Polizist richtete seine Gummischrot-Waffe auf Sean und schoss ihm direkt ins Gesicht.» Das sei an einem Ort passiert, der von der Polizei als sicher bezeichnet worden sei. Und sei geschehen, als Sean ihr – sie war verletzt – habe helfen wollen.

«Diesem Mann wurde bei Protesten mit Gummischrot in den Kopf geschossen», heißt es auf einem anderen Twitter-Account.

Journalisten sind ebenfalls unter den Opfer, wie auch ein Bericht von SRF zeigt. Ein Schweizer TV-Team wurde in Minneapolis mit Gummischrot attackiert. Ähnliches berichtet auch Chris Serres, ein Reporter von Star Tribune: «Ich wurde von der Polizei mit vorgehaltener Waffe zweimal angewiesen, den Boden zu berühren. Sie warnten mich, dass sie schießen würden, wenn ich mich einen Zentimeter bewege. Das passierte nach Tränengas und Treffern mit Gummischrot-Kugeln in der Leistengegend.»

Auch ein Aufruf kursiert, mit dem ein Polizist gesucht wird: «Dieses Monster schoss mit Gummischrot einem friedlichen Demonstranten auf den Hinterkopf», heißt es im Tweet.

«Polizeigewalt braucht ein Ende», schreibt ein Nutzer auf Twitter. Er veröffentlichte nach eigenen Angaben ein Video, wie die Polizei eine Frau tasert.

«Ich war 14 Stunden im Gefängnis, weil ich nach der Ausgangssperre draußen war. Und ich war gar nicht protestieren», meldet Bekah Topaz auf Twitter. Sie habe sich nur Tampons besorgen wollen und habe nichts von der Ausgangssperre gewusst.

(L'essentiel/Thomas Mathis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jeanpaul am 05.06.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was hier als gummischrot übersetzt wird sind gummiummantelte stahlkugeln! etwa 20% der menschen die getroffen werden bekommen einen bleibenden schaden, und die amis ballern damit als wärens paintballs

  • Jerry am 07.06.2020 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jeanpaul Es ist ganz einfach sich solche Gummigeschosse nicht einzufange/abkriegen: sich am Versammlungsverbot halten. Merkwürdigerweise seht Ihr nur die Resultate, aber nie was vorher geschah! Werden wir etwa von den Medien manipuliert? LMAO

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jerry am 07.06.2020 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jeanpaul Es ist ganz einfach sich solche Gummigeschosse nicht einzufange/abkriegen: sich am Versammlungsverbot halten. Merkwürdigerweise seht Ihr nur die Resultate, aber nie was vorher geschah! Werden wir etwa von den Medien manipuliert? LMAO

  • jeanpaul am 05.06.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was hier als gummischrot übersetzt wird sind gummiummantelte stahlkugeln! etwa 20% der menschen die getroffen werden bekommen einen bleibenden schaden, und die amis ballern damit als wärens paintballs