Sicherheit am Flughafen

17. April 2019 11:48; Akt: 17.04.2019 12:02 Print

Eingecremte Hände lösen Sprengstoff-​​Alarm aus

Vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen sollte man keine Handcreme benutzen. So könnte man nämlich schnell zum Terrorverdächtigen werden.

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Am kommenden Osterwochenende wird wieder ein Großandrang von Passagieren an Flughäfen erwartet. Da warten neben Vorfreude auf die Reise und vielleicht Flugangst, auch einige Sicherheitschecks auf die Reisenden. Neben den gewohnten Risikofaktoren, die einen nur weitere Checks und unnötigen Zeitverlust kosten, warnt ein Schweizer Krankenhaus nun vor einem Gegenstand, den man gar nicht verdächtigt hätte: Handcreme. Der Grund: In vielen gängigen Körperpflegeprodukten wird Glycerin als natürliches Feuchthaltemittel verwendet.

«Dieses ähnelt dem zur Sprengstoffherstellung genutzten Nitroglycerin und kann bei der Sicherheitskontrolle einen Sprengstoff-Alarm auslösen», so Stephan Lautenschlager, Chefarzt des Dermatologischen Ambulatoriums des Schweizer Stadt-Krankenhauses Triemli. Ihm sei etwa der Fall einer Flugbegleiterin bekannt, die im Rahmen einer stichprobenartigen Kontrolle positiv auf Sprengstoff getestet worden sei – wegen des Glycerins in ihrer Handcreme.

Bis zu sieben Fehlalarme pro Tag

Auch die Kantonspolizei Zürich kann bestätigen, dass Kosmetikprodukte mit Glycerin einen Alarm auslösen können: «Besonders wenn jemand die Hände frisch eingecremt hat, gibt das System entsprechend Alarm», so Sprecher Ralph Hirt. Während intensiver Reisephasen am Flughafen Zürich komme so ein Fehlalarm bis zu siebenmal pro Tag vor.

Cremen mit Glycerin sind grundsätzlich erlaubt

Auch die Mitnahme einer Creme mit Glycerin ist grundsätzlich erlaubt, solange der Inhalt nicht größer ist als 100 Milliliter, wie bei allen Flüssigkeiten im Handgepäck. «Wir raten jedoch davon ab, solche Kosmetikartikel kurz vor der Sicherheitskontrolle zu benutzen.»

(L'essentiel/wed)

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