Tschechien

08. August 2020 21:52; Akt: 08.08.2020 21:59 Print

Elf Menschen sterben bei Hochhausbrand

Bei einem Brand in einem Hochhaus in Bohumin in Tschechiens Osten sind mindestens 11 Menschen gestorben – darunter drei Kinder.

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Bei einem Brand in einem Hochhaus im Osten Tschechiens sind mindestens 11 Menschen gestorben. Das berichtete die Agentur CTK am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher der Feuerwehr. Unter den Toten seien auch drei Kinder. Das Feuer war am Nachmittag in einer Wohnung im 11. Stock des 13-stöckigen Plattenbaus in der Stadt Bohumin (Oderberg) an der Grenze zu Polen ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Es griff auf die darüberliegenden Stockwerke über.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot und mehreren Drehleitern vor Ort. Auch ein Rettungshelikopter war im Einsatz. Zur Ursache des Brandes konnten noch keine Angaben gemacht werden. «Es finden intensive Ermittlungen zu den Umständen und Ursachen dieses tragischen Ereignisses statt», teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Mit elf Toten ist es die schlimmste Brandkatastrophe in der Geschichte des Landes seit dem Jahr 1990.

«Dann ist einer von ihnen gesprungen»

Augenzeugen berichteten tschechischen Medien, dass verzweifelte Menschen bei der Flucht vor Rauch und Flammen aus dem Fenster gesprungen seien. Die Feuerwehr bestätigte dies später. «Ich habe zwei Menschen auf der Fensterbank sitzen sehen, die gebrannt haben. Dann ist einer von ihnen gesprungen – weiter konnte ich nicht mehr zusehen», sagte eine Frau der Onlineausgabe der Zeitung Pravo. Ein Kriseninterventionsteam sollte sich um die Zeugen kümmern.

Bohumin liegt knapp 300 Kilometer östlich von Prag und hat knapp 21.000 Einwohner. Die Industriestadt ist ein bedeutender Bahnknotenpunkt

(L'essentiel/SDA)

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