Unwetter in Georgien

15. Juni 2015 18:24; Akt: 15.06.2015 18:25 Print

Entflohene Raubtiere halten Tiflis in Atem

In Georgiens Hauptstadt läuft die Suche nach vermissten Personen und gefährlichen Zootieren auf Hochtouren.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem schweren Unwetter in der georgischen Hauptstadt Tiflis fehlt von mehr als 20 Menschen immer noch jede Spur. Insgesamt wurden bislang zwölf Opfer gezählt, darunter drei Zoomitarbeiter, wie die Behörden am Montag mitteilten. Zoodirektor Surab Gurielidse sagte, keines der Opfer sei durch einen Angriff eines Tieres ums Leben gekommen. Auch die drei Zoomitarbeiter seien ertrunken. Die Regierung erklärte den Montag zum arbeits- und schulfreien Tag.

Auch zahlreiche aus dem Zoo entflohene Raubtiere sind noch auf freiem Fuß. Unter den entflohenen Tieren waren Löwen, Tiger, Bären, Wölfe, Jaguare und ein Nilpferd. Einige von ihnen wurden mit Betäubungsmitteln ruhig gestellt und in den Zoo zurückgebracht, darunter das Nilpferd. Andere seien von Polizisten erschossen worden, hieß es. Gurielidse sagte, es sei immer noch nicht möglich zu bestimmen, wie viele Tiere geflüchtet seien.

Wer hat den weißen Löwen erschossen?

Eine Zoosprecherin sagte, es seien vier Löwen, drei Tiger und zwei Jaguare zu Tode gekommen - entweder durch die Überschwemmung oder auf ihrer Flucht. Über das Schicksal vier weiterer Löwen, dreier Tiger und eines Jaguars gebe es keine Informationen. Es seien auch 60 herrenlose Hunde in einer überfluteten Schutzeinrichtung gestorben.

Ein junger weißer Löwe, der zu den beliebtesten Tieren des Zoos zählten, wurde mit einem Kopfschuss tot im Zoo aufgefunden, wie Gurielidse sagte. Er forderte eine Untersuchung dieser und weiterer Erschießungen von Tieren. «Wenn ein Raubtier einen Menschen angreift, dann ist es nachvollziehbar, aber hier gibt es Fälle, bei denen es nicht so aussieht.»

Heftiger Regen und starker Wind hatten Tiflis in der Nacht zum Sonntag heimgesucht. Ein an sich kleiner Fluss, der durch die hügelige Stadt fließt, hatte sich in einen reißenden Strom verwandelt. Durch einen Erdrutsch wurde Wasser angestaut, das dann durchgebrochen sei. Die Flutwelle überschwemmte den Zoo, zahlreiche Straßen und Häuser. 40 Gebäude wurden zerstört. In Tiflis leben 1,1 Millionen Menschen.

(L'essentiel/kmo)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.