Krebserkrankung

10. Januar 2019 10:36; Akt: 10.01.2019 11:34 Print

Er kämpfte, bis er seine Schwester sehen konnte

Die Ärzte gaben dem unheilbar an Krebs erkrankten Bailey Cooper eigentlich nur noch wenige Monate, doch der 9-Jährige hielt durch, bis er seine neugeborene Schwester sehen konnte.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Sommer 2016 veränderte sich das Leben für den kleinen Bailey Cooper und seine Familie für immer. Bei dem jungen Briten wurde das sogenannte Non-Hodgkin-Lymphom entdeckt, der Krebs befand sich bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Durch Chemotherapie und eine aggressive Behandlung sah es im Februar 2017 zunächst so aus, als hätte er den Kampf gewonnen. Doch wenig später kam die Schreckensnachricht: Der Krebs ist wieder da.

Auch nach einer erneuten Behandlung im Juli erlitt Bailey nur einen Monat später wieder einen Rückfall. Der Krebs hatte bereits Magen, Lunge und Leber befallen und die Ärzte konnten nichts mehr tun. Obwohl Bailey wusste, dass seine Tage gezählt waren, fand er einen Grund, um am Leben zu bleiben: Seine Mutter war wieder schwanger. Für Bailey kam es nicht infrage zu gehen, bevor er seine Schwester in den Armen halten konnte. «Die Ärzte sagten, er würde vor Millies Geburt sterben», erinnert sich sein Vater Lee.

Doch Bailey schaffte es: Ende November wurde seine Schwester Millie geboren. «Er nahm sie in den Arm, und tat alles, was ein großer Bruder eben tut: Er wickelte sie, wusch sie und sang ihr Lieder vor», erzählt seine Mutter Rachel.

« Es ist Zeit für mich, ihr Schutzengel zu werden »

Bailey suchte auch den Namen für seine Schwester aus. Nach der Begegnung mit Millie verschlechterte sich Baileys Zustand rapide. Am 22. Dezember 2019 wurde der Junge ins Krankenhaus eingeliefert, wo er friedlich einschlief. «Es ist Zeit für mich, ihr Schutzengel zu werden», waren seine letzten Worte. Bevor er starb hatte er noch genau festgelegt, was nach seinem Tod passieren sollte. So schrieb er eine Weihnachts-Wunschliste auf der sich Geschenke fanden, die eher seinem 6-jährigen Bruder Riley gefallen würden. Seinen Eltern sagte, er dass sie «nur 20 Minuten weinen dürfen», da sie sich um Riley und Millie kümmern müssten. Der Großmutter, die sagte, dass sie lieber an seiner Stelle gehen würde, sagte er, dass sie sich mit um die Enkelkinder kümmern müsse.

Auch seine Beerdigung hatte Bailey bereits bedacht: Alle Gäste sollten laut seinem letzten Wunsch in Superheldenkostümen kommen. Hunderte Menschen erwiesen dem 9-Jährigen am 6. Januar die letzte Ehre. «Bailey hörte nie auf zu lachen. Er zog Gesichter und brachte die Leute zum Lachen, auch wenn er schreckliche Schmerzen hatte», sagt sein Vater.

(joc/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.