Italien

17. August 2018 07:10; Akt: 17.08.2018 07:12 Print

Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert Region Molise

300 Kilometer östlich von Rom hat die Erde gebebt. Die Menschen sind in Panik auf die Straßen gerannt. Berichte über Verletzte oder schwere Schäden gibt es keine.

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Ein Erdbeben hat am Donnerstagabend die italienische Region Molise erschüttert. Das Beben rund 300 Kilometer östlich von Rom erreichte eine Stärke von 5,1. Seitdem gab es mehrere kleinere Nachbeben. Berichte über Verletzte oder schwere Schäden gab es keine.

Das Beben ereignete sich um 20.19 Uhr in 4 Kilometer Tiefe, wie die nationale Erdbebenwarte mitteilte. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte. Es würden alle notwendigen Überprüfungen durchgeführt, teilte der Zivilschutz mit.

Unmittelbar nach dem Erdstoß hatten die Experten noch eine Stärke von 5,2 angegeben. Bisher seien nur Schäden kleinen Ausmaßes festgestellt worden, teilte der Zivilschutz am späten Abend mit. Nach dem Erdstoß gab es mehrere kleine und auch ein stärkeres Nachbeben von 4,5.

Risse in den Wänden

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete über leichte Schäden wie Risse in den Wänden der Häuser in den Ortschaften nahe des Epizentrums. Es lag dem Zivilschutz zufolge zwischen den Orten Montecilfone, Guglionesi und Palata in der Provinz Campobasso.

«Gott sei Dank, dass ich keine Berichte darüber bekomme, dass sich Leute verletzt haben», sagte der Bürgermeister von Montecilfone Franco Pallota dem Sender SkyTG24, dessen Stadt die nächstgelegene am Epizentrum ist.

In der Stadt Larino seien die Menschen aus Panik auf die Straße gelaufen. Dort seien bisher jedoch keine Schäden festgestellt worden. Dieselbe Region war am Dienstag von einem Beben der Stärke 4,7 erschüttert worden.

Erdbebenregion

Italien wurde schon oft von heftigen Erdstößen erschüttert. Das mittlere Italien ist zum Beispiel eine derjenigen Regionen in Europa, die besonders häufig heimgesucht werden. Dort starben bei einem verheerenden Beben vor zwei Jahren fast 300 Menschen rund um die Stadt Amatrice.

Nur etwas weiter südlich hatten im Jahr 2009 Erdstöße die Stadt L'Aquila teils verwüstet, es gab mehr als 300 Tote. Das Zentrum ist auch fast zehn Jahre später größtenteils unbewohnt und gleicht einer Baustelle.

Grund für die Beben sind riesige Spannungen, die sich im Untergrund aufbauen. Denn der «Adriatische Sporn» – ein Anhängsel der afrikanischen Erdplatte – reibt sich hier an der eurasische Platte. Auch deshalb haben sich Italiens Mittelgebirge aufgefaltet. Die enormen Energien können sich entladen.

(L'essentiel/chk/sda)

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