Italien

14. November 2019 13:06; Akt: 14.11.2019 13:37 Print

Experte ist überzeugt: «Wir werden Venedig verlieren»

Die Lagunenstadt kämpft mit den Folgen des Hochwassers. Am Donnerstag wird der Markusdom inspiziert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vor dem Markusdom stehen Nachtwachen, um auf den Wasserpegel zu achten. Seit 1063 steht das Wahrzeichen Venedigs am tiefsten Punkt des Stadtkerns. Mittlerweile fünf Mal wurde der Dom ähnlich heftig überflutet.

Doch nicht nur der Markusdom wurde überschwemmt. Auch Geschäfte, Hotels und Wohnhäuser sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Nicht zu vergessen die Denkmäler, die das salzige und dreckige Wasser abbekommen haben. Laut ersten Erkenntnissen sind keine Kunstwerke oder Bücher aus Archiven beschädigt. Doch erst am Donnerstag prüft man, wie hoch der Schaden tatsächlich ausgefallen ist.

Venedig wird wohl untergehen

In der Nacht auf Mittwoch ist der Wasserstand auf 187 cm über dem Meeresspiegel gestiegen. Höher war der Wert nur im Jahr 1966. Auch am Donnerstag werden immerhin noch 130 cm erwartet. Erst unter einem Meter geht die Flut zurück. Bis dahin bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen.

Die Einheimischen stehen unter Schock: «So etwas habe ich noch nicht gesehen. Es ist eine Katastrophe. Es ist wie ein Krieg. Wir haben es gewusst», sagte ein Venezianer der dpa. Besonders Politikern wirft man vor, die Stadt an den Tourismus verkauft zu haben und nicht auf den Schutz gedacht zu haben. Bereits seit 1984 arbeitet man an einem Sturmflutsperrwerk. Fertiggestellt wurde es noch immer nicht.

Experten sind überzeugt, dass die Fluten auch auf die Klimakrise zurückzuführen sind. Durch den Anstieg des Meeresspiegels, würden die Überschwemmungen zur Normalität werden: «Venedig werden wir verlieren, das ist nicht umstritten», sagte Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung bereits vor einem Jahr. Fraglich sei nur, wann es passieren wird.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heng am 14.11.2019 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Warum suchen sie nicht die Schuldigen für den Schlamassel beim Dammschutzbau? Dort wurden Unmengen an Geld veruntreut. Und dann am Damm weiterbauen anstatt zu jammern.

  • John Doe am 14.11.2019 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zitate: "Höher war der Wert nur im Jahr 1966."... "Experten sind überzeugt, dass die Fluten auch auf die Klimakrise zurückzuführen sind."... "Venedig werden wir verlieren... Fraglich sei nur, wann ..."... Grandios.

  • Wulli am 14.11.2019 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    sou domm!!!!!!!!!!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hysterie am 15.11.2019 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Widerliche Klimahysterie; denn vor 60 Jahren wurde dahingehend im Schulunterricht gelehrt, dass Venedig irgendwann im Meer versinken wird.

  • Wulli am 14.11.2019 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    sou domm!!!!!!!!!!!!!

  • Heng am 14.11.2019 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Warum suchen sie nicht die Schuldigen für den Schlamassel beim Dammschutzbau? Dort wurden Unmengen an Geld veruntreut. Und dann am Damm weiterbauen anstatt zu jammern.

  • Vladim am 14.11.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ech wor do virun 2 Joër, haat etwa 180€ bezuelt fir 2 spaghettien plus dessert plus espresso...ech mengen genuch hun déi verdengt op d'Käschten vun de Touristen .

    • Raffaela am 15.11.2019 07:15 Report Diesen Beitrag melden

      Ech wuar och schon puer mol do, gin emmer do iessen wou dei Einheimesch gin, do sin Preisser ganz sozial ;)

    • Prais am 15.11.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      Ech kucken emmer als eicht d'Praisser ier ech eran ginn :)

    einklappen einklappen
  • Julie am 14.11.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    ...mit Klimawandel hat das überhaupt nix zu tun. Man hat quasi im Meer Holzpfäle in den Schlamm gerammt und eine ganze Stadt darauf gebaut, es ist ein Wunder dass die Stadt überhaupt solange steht . In Remich stehen jedes Jahr die Keller unter Wasser wenn die Mosel aus ihrem Bett steigt, NORMAL oder ?