Anfeindungen

17. Januar 2018 13:54; Akt: 17.01.2018 13:54 Print

Familie des H&M-​​Jungen musste umziehen

Die Familie des Jungen, der für H&M in einem «Monkey»-Pulli posiert hatte, musste den Wohnort wechseln. Grund seien «Sicherheitsbedenken», wie die Mutter sagt.

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Seit Tagen steht eine H&M-Werbung, in der ein dunkelhäutiger Junge einen Pulli mit der Aufschrift «Coolest Monkey in the Jungle» trägt, in der Kritik. Viele Social-Media-User bezichtigten den Modekonzern daraufhin des Rassismus und mehrere Prominente kündigten ihre Werbe-Deals, darunter Sänger The Weeknd.

Auch die Mutter des Fünfjährigen geriet in die Schusslinie, als sie auf Twitter forderte: «Beruhigt euch mal wieder!» Nun musste die Familie offenbar sogar ihren Wohnort wechseln. Sie seien aus ihrem Haus in Stockholm ausgezogen, sagte Mutter Terry Mango zur BBC. Der Grund seien «Sicherheitsbedenken». Diese führte sie zwar nicht weiter aus, die gewaltsamen Proteste in Südafrika, bei denen dunkelhäutige Aktivisten mehrere H&M-Filialen verwüsteten, hätten aber eine Rolle gespielt.

«Ich weiß sehr wohl, was Rassismus ist»

Außerdem sei sie wegen ihrer Verteidigung des Modekonzerns von anderen Schwarzen angefeindet worden, berichtet Mango: «Für sie bin ich eine Verräterin, eine Schande für alle Schwarzen. Ich hätte meinen Sohn verkauft.» Doch sie sieht in der Werbung keinen Rassismus: «Ich respektiere die Meinung anderer zum Thema und weiß, dass Rassismus ein großes Problem ist. Doch ist der Pulli rassistisch? Für mich nicht.»

Am Montag sagte sie in der britischen Fernsehsendung «This Morning», sie unterstütze die Diskussion über das Thema: «Ich weiß sehr wohl, was Rassismus ist. Auch ich wurde schon direkt beleidigt, jemand bezeichnete mich etwa als ‹Affe›.» Doch man müsse verschiedene Meinungen dazu respektieren.

Model bekommt von Kontroverse nichts mit

Das junge Model selbst, Liam Mango, bekomme vom ganzen Wirbel nichts mit, so seine Mutter zu BBC: «Er hat keine Ahnung, was vor sich geht, er ist ja erst fünf.» Liam habe bisher keinen Rassismus erleben müssen – und das soll laut Terry Mango vorerst auch so bleiben: «Er soll seine Unschuld bewahren.»

(L'essentiel/nk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 17.01.2018 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich gesagt, geht mir das, was momentan alles hochstilisiert wird, voll auf dem Geist. Frauen fallen mit einmal auf, das sie vor 50 Jahren "sexuell aboused" wurden, weil die mal jemand auf den Mund geküsst hat. Alle sind Rassisten wenn die sagen, das die kein Multikulti wollen, etc, etc. Sofort werden Gruppen gegründet, die sich hervorheben müssen, oder wie hier, glauben das sie das Recht auf Plünderungen und andere kriminelle Aktivitäten haben. was hätten die wohl gemacht, wenn ein "weisses" Kind ein T-Shirt mit der Aufschrift: ICH BIN DAS HEISSESTE BAGUETTE DER WELT" getragen hätte?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 17.01.2018 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich gesagt, geht mir das, was momentan alles hochstilisiert wird, voll auf dem Geist. Frauen fallen mit einmal auf, das sie vor 50 Jahren "sexuell aboused" wurden, weil die mal jemand auf den Mund geküsst hat. Alle sind Rassisten wenn die sagen, das die kein Multikulti wollen, etc, etc. Sofort werden Gruppen gegründet, die sich hervorheben müssen, oder wie hier, glauben das sie das Recht auf Plünderungen und andere kriminelle Aktivitäten haben. was hätten die wohl gemacht, wenn ein "weisses" Kind ein T-Shirt mit der Aufschrift: ICH BIN DAS HEISSESTE BAGUETTE DER WELT" getragen hätte?