Naturreservat in Florida

20. Oktober 2021 20:44; Akt: 20.10.2021 20:48 Print

FBI findet Gegenstände von Brian Laundrie

Bei der Suche nach dem Freund der getöteten Gabby Petito in Florida sind persönliche Gegenstände von ihm gefunden worden.

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Das FBI hat erstmals eine heiße Spur im Fall Brian Laundrie: Im Myakkahatchee-Creek-Nationalpark in Florida wurden persönliche Gegenstände gefunden, die dem verschwundenen Freund der getöteten Gabby Petito gehören. Steven Bertolino, Anwalt der Familie Laundrie, bestätigte gegenüber CNN den Fund der Objekte.

Vor Ort war ein Auto gefunden worden, das Laundrie gefahren hatte. Laut Fox News habe man auch eine weiße Tasche und einen dunklen Gegenstand am Rande eines Brombeergebüsches entdeckt. In demselben Gebiet wurden menschliche Überreste gefunden, meldet NBC News. Der Ort sei bis zur Kurzem unter Wasser gestanden. Es gibt keine Bestätigung, dass die Überreste zu Brian Laundrie gehören.

Stunden später erreichte jedoch ein Gerichtsmediziner von Sarasota County und ein Leichenhund den Fundort. In Fernsehberichten waren zahlreiche Polizeifahrzeuge zu sehen. Im Wald wurde ein Zelt aufgestellt. An der Suche mit der Polizei sollen die Eltern von Laundrie, Chris und Roberta, beteiligt gewesen sein.

Laundrie wandert laut seinen Eltern seit dem 13. September im Park

Der Myakkahatchee-Creek-Park war in den letzten Wochen geschlossen worden, um die Ermittler bei der Suche nach Brian Laundrie ungestört arbeiten zu lassen. Erst am Dienstag hatte der Park geöffnet, um ihn bereits einen Tag später wieder zu schließen.

Chris und Roberta Laundrie hatten das FBI darüber informiert, dass ihr Sohn am 13. September zu einer Wanderung durch den Myakkahatchee-Creek-Nationalpark aufgebrochen sei. Seither haben sie ihn nicht mehr gesehen. Wenige Tage später wurde Gabby Petito offiziell als vermisst erklärt. Das FBI entdeckte ihre Leiche auf einem abgelegenen Campingplatz in Wyoming am 19. September.

Die Überreste haben sich drei bis vier Wochen im Freien befunden, bevor Einsatzkräfte sie nahe des Nationalparks Grand Teton entdeckt hätten, sagte Gerichtsmediziner Brent Blue nach Abschluss der Autopsie. Gabby Petito ist keines natürlichen Todes gestorben, sie wurde erwürgt.

Ein Fall, der international bewegt

Gabby Petito und Brian Laundrie waren im Sommer zu einem Trip durch die USA aufgebrochen. Am 1. September kam der Freund laut Polizei allein zurück nach Hause nach Florida. Zehn Tage später meldeten Petitos Eltern ihre Tochter als vermisst. Warum die Reise des Paares, das auf Bildern glücklich wirkte, ein tödliches Ende nahm, ist offen.

Die Behörden erließen Ende September Haftbefehl gegen Laundrie wegen Bankbetrugs. Der junge Mann habe zwischen dem 30. August und 1. September unbefugt mit einer Bankkarte rund 1000 Dollar abgehoben, hieß es in einem entsprechenden Gerichtsdokument des Bezirksgerichts in Wyoming. Es blieb unklar, wem die Karte gehörte.

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Das Paar aus Florida teilte immer wieder Bilder und Videos von seiner Reise in einem umgebauten Lieferwagen in sozialen Netzwerken. Auf ihnen posierten sie vor der eindrücklichen Landschaft verschiedener Nationalparks der USA.

Einen ganz anderen Eindruck als die Bilder des Paares hinterließ jedoch die Aufnahme einer Körperkamera eines Polizisten. Die Polizei war Mitte August zu einem möglichen Fall von häuslicher Gewalt zu dem Fahrzeug der beiden gerufen worden. Der Anrufer, der die Polizei verständigte, habe beobachtet, wie ein Mann mit einer Frau stritt und sie schlug. Die völlig aufgelöste und weinende Petito sagte im Video der Polizei dann, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund auch geohrfeigt. Das Paar hatte daraufhin zugestimmt, die kommende Nacht getrennt zu verbringen.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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