Indien

21. Januar 2021 15:52; Akt: 21.01.2021 16:06 Print

Feuer beim weltgrößten Impfstoffproduzent

Der Produzent in Indien stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca her. Fünf Menschen kamen bei dem Großbrand ums Leben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In einem Gebäude des weltweit größten Impfstoffproduzenten in Indien ist am Donnerstag ein Großfeuer ausgebrochen. Dabei starben mindestens fünf Arbeiter, wie die Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das Serum Institute stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen her. Es wird deshalb besonders in ärmeren Ländern eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung spielen. Laut Firmenchef Adar Poonawalla auf Twitter gebe es nun aber keine Einbuße bei der Covishield-Produktion.

Noch sei unklar, wie groß der Schaden und warum das Feuer in der Stadt Pune am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ausgebrochen sei, sagte der Feuerwehrsprecher. Feuerwehrleute mit 15 Löschfahrzeugen hätten den Brand schließlich unter Kontrolle gebracht.

Indien stellt rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit her

Das Serum Institute will dieses Jahr nach Angaben seines Chefs Poonawalla eine Milliarde Dosen Corona-Impfstoff herstellen. Das brennende Gebäude war im Bau gewesen. Das Serum Institute vergrößert sich zurzeit - um mehr Impfstoff gegen Corona und andere Krankheiten wie Polio herzustellen.

Indien wird oft als die «Apotheke der Welt» bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden. Viele davon gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von großer Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern.

Als Teil seiner Impfstoffdiplomatie gibt Indien auch eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder in der Region ab. Das Land braucht aber auch selbst viele Impfstoffe und hat kürzlich mit seiner Impfaktion begonnen – laut Premierminister Narendra Modi die größte der Welt. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Das entspricht weniger als einem Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner im Land.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Corona-Virus am 22.01.2021 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    war schuld, muß sich wohl am Schalthebel nieder gelassen haben!!!

  • kaa am 21.01.2021 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An Indien gin ett kéng Secherheetsvirschreften, praktesch keng Protektioun fir Personal duerfir sin dann d’Präisser fir Medikamenter och konkurrenzlos belleg. Weltwäit ass dohinner outgesourct gin. Schéngt och an Corona Zäiten d‘Pharma Konzernen net zum Emdenken ze bewegen. Europa an der gefährerlecher Ophängegkeet net eleng bei Vaccins.

  • anti virus am 21.01.2021 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    lo gin d´präisser nach mei ant luucht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Corona-Virus am 22.01.2021 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    war schuld, muß sich wohl am Schalthebel nieder gelassen haben!!!

  • kaa am 21.01.2021 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An Indien gin ett kéng Secherheetsvirschreften, praktesch keng Protektioun fir Personal duerfir sin dann d’Präisser fir Medikamenter och konkurrenzlos belleg. Weltwäit ass dohinner outgesourct gin. Schéngt och an Corona Zäiten d‘Pharma Konzernen net zum Emdenken ze bewegen. Europa an der gefährerlecher Ophängegkeet net eleng bei Vaccins.

  • anti virus am 21.01.2021 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    lo gin d´präisser nach mei ant luucht