WWF-Bericht

26. November 2020 12:49; Akt: 26.11.2020 13:16 Print

Fischerei tötet Millionen Delfine, Haie und Seevögel

300.000 Wale und Delfine, 250.000 Schildkröten und 720.000 Seevögel. Das ist der jährliche Kollateralschaden der Fischerei.

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Ein Hai hat sich im Netz verfangen. (Bild: WWF)

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Der ungewollte Fang von Meerestieren in der Fischerei, Beifang genannt, ist eine der größten Bedrohungen für seltene Arten in den Ozeanen. Über eine Million Wale, Delfine, Robben und Seevögel verenden jedes Jahr «als Kollateralschaden der kommerziellen Fischerei», wie ein neuer Bericht der Umweltschutzorganisation WWF zeigt.

Davon betroffen sind viele vom Aussterben bedrohte Arten wie der Vaquita-Schweinswal, von dem es überhaupt nur noch zehn Individuen gibt. «Jahr für Jahr ist die Fischereiwirtschaft für den sinnlosen Tod von mindestens 300.000 Walen und Delfinen, 250.000 Meeresschildkröten, 720.000 Seevögeln sowie 345.000 Robben und Seelöwen verantwortlich. Dazu kommen noch mehrere Millionen Haie, die unbeabsichtigt in den Netzen verenden», warnt Axel Hein, Fischereiexperte des WWF. Der Meeresbiologe fordert schärfere Kontrollen und den verpflichtenden Einsatz von Kameras an Bord der Fangschiffe, «um die Zahl der getöteten Tiere massiv zu reduzieren».

Bord-Kameras als Lösung?

Der WWF-Bericht zeigt, dass die Fernüberwachung durch Bord-Kameras (REM – Remote Electronic Monitoring) die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften zur Reduktion von Beifang sicherstellen kann. So würden Fänge besser dokumentiert, Meerestiere geschützt und zugleich das Fischereimanagement durch die Datenlage deutlich optimiert. «Wir müssen wissen, was auf See passiert. Die kommerzielle Fischerei ist die größte Bedrohung für viele Meerestiere. Falsche Fanggeräte, ungewollter Beifang sowie legale und illegale Rückwürfe sind dafür maßgeblich verantwortlich. Derzeit gibt es weder ausreichende noch wirksame Kontrollen, um Fänge unabhängig zu überprüfen. So geht das Sterben ungebremst weiter», sagt WWF-Experte Hein.

Der systematische Einsatz von Bord-Kameras hat viele Vorteile. Dazu gehört die kostensparende Datenerfassung, die erheblich dazu beitragen kann, die Fischerei nachhaltiger zu machen. Die Einhaltung von Rechenschaftspflichten und Rechtsvorschriften wird verbessert. Fischereibeobachter können auf See sicherer arbeiten. Für Konsumenten ist der Ursprung von Fisch- und Meeresfrüchte-Produkten zweifelsfrei nachvollziehbar, sie können eine nachhaltige Wahl treffen.

(L'essentiel/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 26.11.2020 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo ech sinn dofir, FIR Déieren!

  • Pablo am 27.11.2020 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Muss man Fisch noch essen. Ein klares nein es gibt genügend Alternativen zu Fisch um trotzdem mit den nötigen Nährstoffen versorgt zu sein. Schafft doch die Fischerei komplett ab. Ich für meinen Fall esse kein Fisch.

  • nicht zweifelsfrei nachvollziehbar am 02.12.2020 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    eine bleiverseuchte Kathedrale retten u massenhaft Tiere als Kollateralschaden massakrieren, töten u/o verletzt ins Wasser zurückschmeissen ... ja, lieber Mensch, geh jetzt schnell in deine Bleiverseuchung beten, damit dein erfundener monotheistischer Phallokratengott dich erhört u dir die ganze Naturzerstörung u Tötung von Leben verzeiht u dich nach dem Tod in den Himmel raufzieht aus dem vom menschlichen Geldprofitgeist zur lebenszerstörenden Hölle gemachten zerstörtausgebeuteten u vergiftethinterlassenen irdischen Paradies, der für die Geldraffermenschen mehr zählt, als das Leben selbst ...

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    eine bleiverseuchte Kathedrale retten u massenhaft Tiere als Kollateralschaden massakrieren, töten u/o verletzt ins Wasser zurückschmeissen ... ja, lieber Mensch, geh jetzt schnell in deine Bleiverseuchung beten, damit dein erfundener monotheistischer Phallokratengott dich erhört u dir die ganze Naturzerstörung u Tötung von Leben verzeiht u dich nach dem Tod in den Himmel raufzieht aus dem vom menschlichen Geldprofitgeist zur lebenszerstörenden Hölle gemachten zerstörtausgebeuteten u vergiftethinterlassenen irdischen Paradies, der für die Geldraffermenschen mehr zählt, als das Leben selbst ...

  • Pablo am 27.11.2020 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Muss man Fisch noch essen. Ein klares nein es gibt genügend Alternativen zu Fisch um trotzdem mit den nötigen Nährstoffen versorgt zu sein. Schafft doch die Fischerei komplett ab. Ich für meinen Fall esse kein Fisch.

  • Pia am 26.11.2020 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo ech sinn dofir, FIR Déieren!