Waldbrände in Kalifornien

16. September 2020 07:13; Akt: 16.09.2020 07:17 Print

Flammen bedrohen Mount-​​Wilson-​​Observatorium

Über 16.000 Feuerwehrleute sind in Kalifornien im Einsatz, um gegen 25 Feuer anzukämpfen. Auch im Nachbarstaat Oregon wüten Waldbrände.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Waldbrand in Südkalifornien bedroht das historische Mount-Wilson-Observatorium nahe Los Angeles. Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen des sogenannten Bobcat-Feuers am Dienstag bis auf mehrere Hundert Meter an das historische Gebäude heran. Mit einem massiven Löscheinsatz am Boden und aus der Luft gingen Einsatzteams gegen die Flammen vor. Die Belegschaft des 116 Jahre alten Observatoriums hat die Anlage vorsichtshalber geräumt.

Mehr als 16.600 Feuerwehrleute kämpften am Dienstag in Kalifornien gegen 25 größere Feuer an, wie die Behörde CAL Fire mitteilte. Auch im nördlich gelegenen Nachbarstaat Oregon tobten mehr als zwei Dutzend Brände. Nach Mitteilung des Weißen Hauses sagte US-Präsident Donald Trump dem schwer betroffenen Staat am Dienstag Katastrophenhilfe zu. Bürger, deren Häuser zerstört wurden, sollen damit über die Katastrophenschutzbehörde (Fema) Soforthilfe erhalten.

Riesige Flächen Land zerstört

Die verheerende Waldbrände im Westen der USA haben in den vergangenen Wochen riesige Flächen Land zerstört, ganze Ortschaften brannten ab, 35 Menschen starben. Ein Anstieg der Opferzahlen wird befürchtet.

Trump hatte sich am Montag bei einem Besuch in Kalifornien mit Einsatzkräften und Vertretern der Regierung getroffen. Dabei gab der Republikaner erneut dem aus seiner Sicht schlechten Forstmanagement die Schuld an den heftigen Bränden. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom verwies auf die drastischen Folgen des Klimawandels, Trump spielte dies wie schon zuvor hinunter. Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Klimakrise Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze verschärft.

Die Kandidatin der US-Demokraten für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, machte sich zusammen mit Newsom am Dienstag ein Bild von der Zerstörung durch das Creek-Feuer in der Sierra Nevada. Die politische Führung müsse den Klimawandel ernst nehmen und alles tun, um derartige Schäden abzuschwächen, betonte die Senatorin aus Kalifornien.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte Trump am Montag als «Klima-Brandstifter» bezeichnet. Obwohl der «Westen im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen steht», verleugne Trump weiter den Klimawandel, erklärte Biden.

(L'essentiel/sda/chk)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.