«Hilfe, wir stecken fest»

12. September 2019 21:11; Akt: 12.09.2019 21:13 Print

Flaschenpost rettet Wanderern das Leben

Eine Familie gerät bei einem Ausflug in Kalifornien in Not. Zum Glück haben sie einen Zettel und eine leere Trinkflasche dabei.

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Dank einer Flaschenpost konnte eine dreiköpfige Familie nach einem Wanderunfall gerettet werden. Curtis Whitson, seine 34-jährige Partnerin und sein 13-jähriger Sohn wanderten im Juni in einer Schlucht am Fluss Arroyo Seco in Kalifornien, als sie sich plötzlich in einer Situation befanden, bei der sie weder vorwärts noch rückwärts gehen konnten.

Whitsons Plan war, dem Fluss entlang bis zu einem Wasserfall zu folgen. Dort gebe es ein Seil, an dem man hinunterklettern könne, erzählte er seiner Familie. Er hatte die Route vor einigen Jahren gemacht. Einmal unten könnten sie noch bis zu einem Campingplatz marschieren, versprach er.

Doch es lief nicht alles nach Plan

Am dritten Tag des Ausflugs hatten sie die Stelle beim Canyon erreicht. Doch die Situation sah ganz anders aus, als sie sich Whitson vorgestellt hatte: Um die Gruppe herum befanden sich 15 Meter hohe Felswände, das Seil, mit dem Whitson gerechnet hatte, war auch nicht mehr da. Die Strömung war zudem zu stark, um den Wasserfall hinunterzurutschen. Das Trio steckte fest.

«Mir blieb das Herz stehen, als ich merkte, dass ein Abseilen nicht möglich war», sagte Whitson zu «CNN». Es war kein Mensch in der Gegend, ein Handysignal hatten sie auch nicht. Die Familie schrieb ein Hilferuf und steckte den Zettel in einer grünen Plastik-Trinkflasche. Zusätzlich schnitzte der Mann das Wort «Hilfe» auf die Seite der Flasche. Dann warf er sie ins Wasser.

Sie wollen nun ihre Retter finden

Nur Stunden später entdeckten flussabwärts zwei Wanderer die Flasche und alarmierten den Rettungsdienst. Am nächsten Morgen wurde das Trio mit einem Helikopter gerettet. «Die Familie hatte wirklich wenig Chancen. Hätte sie nicht die Flasche in den Fluss geworfen, wäre es eine gute Weile gegangen, bis man sie gefunden hätte», sagt Todd Brethour von der California Highway Patrol.

Curtis Whitson und seine Freundin wandten sich nun an die Medien, weil sie die Wanderer ausfindig machen wollen, die ihnen das Leben gerettet haben.

(L'essentiel/kle)

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