Franky Zapata

23. Juli 2019 14:20; Akt: 23.07.2019 14:22 Print

Fliegender Franzose will Ärmelkanal überqueren

Mit seinem selbstentwickelten Flyboard hat Franky Zapata am französischen Nationalfeiertag die Welt beeindruckt. Am Donnerstag wagt er ein neues Abenteuer.

Franky Zapata über den Champs-Elysées am 14. Juli. (Video: AFP)

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In nur 20 Minuten will der französische Erfinder Franky Zapata von Frankreich nach England fliegen. Nicht mit einem Flugzeug oder einen Helikopter, sondern auf einem Flyboard. Diese Eigenentwicklung Zapatas erinnert entfernt an das Hoverboard, das Marty McFly im Film «Zurück in die Zukunft II» (1989) nutzt.

Allerdings ist das Flyboard deutlich potenter. Es kann Dutzende Meter aufsteigen und bis 140 km/h schnell fliegen. Einen großen Auftritt hatte Zapata am diesjährigen französischen Nationalfeiertag, als er zu Beginn der Militärparade den Ehrengästen des französischen Präsidenten Emanuel Macron sein Flyboard präsentieren durfte (siehe Video).

Nur 30 Prozent Chancen auf Erfolg

Noch eindrücklicher tönt aber sein nächstes Abenteuer. Der 40-Jährige will am Donnerstag von Sangatte nahe Calais nach St. Margaret's Bay bei Dover fliegen. Anlass ist der 110. Jahrestag der ersten Überquerung des Ärmelkanals in einem Flugzeug durch den Flugpionier Louis Blériot.

«Für mich wird ein Traum Wirklichkeit», sagte der «Flyman», wie er in französischen Medien genannt wird, der Zeitung «Le Parisien». Verglichen mit der Kanalüberquerung sei der Auftritt am Nationalfeiertag einfach gewesen. Er gibt sich selber nur eine 30-Prozent-Chance, dass das Vorhaben gelingt.

Nur ein Tankstopp

Eine große Herausforderung stellt der geplante Tankstopp auf halber Distanz dar. Zapata wollte eigentlich zweimal Kerosin auftanken – einmal in französischen und einmal in britischen Gewässern. Doch während die zuständigen Luftfahrtbehörden ihr Einverständnis für die Überquerung gaben, bewilligte die französische Meeresbehörde aus Sicherheitsbedenken den Tankstopp nicht.

So bleibt Zapata nur ein Tankstopp in britischen Gewässern. Er beklagt sich denn auch, dass der Entscheid der Behörde sein Unterfangen «zehnmal schwieriger» mache. Ob er für den Tankstopp landen oder über dem Tankschiff schweben wird, hat er noch nicht entschieden. Sollte er zum Tanken landen, wäre es zwar kein Nonstopflug, seinen eigenen Distanzrekord von 2,2 Kilometer von 2016 hätte er auf jeden Fall gebrochen.

Wann Zapata am Donnerstag abheben wird, ist noch unklar. Zwei Faktoren müssen stimmen: das Wetter und der Schiffsverkehr. Den Startplatz hält Zapata übrigens geheim. Würden haufenweise Zuschauer auftauchen, würde sein Vorhaben zur Flugschau. Und dafür müsste der fliegende Franzose noch mehr Bewilligungen einholen, wie er «Le Parisien» sagte.

(L'essentiel/jcg)

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