Hurrikan

14. September 2018 14:33; Akt: 14.09.2018 19:37 Print

Küstenstadt New Bern verwandelt sich in Seenlandschaft

Mit peitschendem Regen und Winden von über Tempo 150 erreicht das Auge des Sturms nun die Ostküste der USA.

An der US-Ostküste ist es aber dennoch zu heftigen Regenfällen und Sturmfluten gekommen. (Video: Tamedia/Storyful)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nun ist es so weit: Der Hurrikan Florence hat die Ostküste der USA erreicht. Experten hatten vorausgesagt, dass das Auge des Sturms das Land zum ersten Mal gegen 4 Uhr morgens (Ortszeit) berühren wird und das ganze Auge dann im Verlauf des Freitagmorgens auf die Küste zieht. Die Federal Emergency Management Agency warnt: «Fokussieren Sie sich nicht auf die Kategorie des Sturms. Hurrikan Florence wird sich verlangsamen, wenn er die Küste erreicht. Das wird zu extrem gefährlichen Fluten führen.»

Bisher sind mehr als 180.000 Häuser ohne Strom. Es ist zu erwarten, dass der Sturm mehrere Tage lang anhält und während dieser Zeit stetig Wassermassen an Land befördert.

Die US-amerikanische Stadt New Bern ist momentan am stärksten vom Hurrikan Florence betroffen. Das Auge des Sturms könnte dort noch einen ganzen weiteren Tag verweilen. Bisher wurden mehr als 100 Personen aus dem rasch steigenden Wasser gerettet. «In nur wenigen Sekunden war mein Haus hüfthoch überflutet, jetzt kommt das Wasser mir bis an die Brust», sagt eine Bewohnerin von New Bern zu CNN.

«Stolz auf die Rettungskräfte»

Als eine der ersten Gegenden wurde der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina. Erste Flüsse traten über die Ufer, Uferstraßen wurden überspült. In etlichen Haushalten fiel bereits der Strom aus. Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde entsprechen laut Definition des Nationalen Hurrikan-Zentrums einem Hurrikan der Kategorie eins und damit der niedrigsten Hurrikan-Stufe.

«Ich bin stolz auf die Rettungskräfte», sagte der Bürgermeister von New Bern, Dana Outlaw, in der Nacht zu MSNBC. «Wir haben das wirklich auf allen Ebenen gut koordiniert, sogar aus Houston, Texas, kommen Einsatzkräfte zu Hilfe», so Outlaw. 14.000 Bewohner hätten keinen Strom. Einige Menschen hätten bereits aus ihren Häusern gerettet werden müssen. «Wir fuhren mit zwei Bussen die Nachbarschaften ab, von Tür zu Tür, und sagten ihnen, sie sollen bitte mitkommen.» New Bern sei bislang «vermutlich am härtesten getroffen worden», berichtete MSNBC. «Das Gute ist, viele Bewohner haben ihre Häuser verriegelt und sind geflüchtet», berichtete Garrett Haake von NBC am Donnerstagabend (Ortszeit). Wie viele US-Wetterreporter stand Haake für seinen Bericht direkt in die Flut. «Die Leute hier nehmen die Lage sehr ernst, sie verlassen den Ort, das wird eine lange Nacht in New Bern.»

Bildstrecke: Hurrikan Florence bewegt sich auf US-Ostküste zu

Florence wurde auf einen Hurrikan der Kategorie 1 heruntergestuft – mit Windgeschwindigkeiten von etwas über 140 km/h.

Die Küstenstadt New Bern hat sich in eine Seenlandschaft verwandelt. Einsatzkräfte bemühten sich am Freitagnachmittag, hunderte Menschen, die sich geweigert hatten, evakuiert zu werden, aus von Wasser umschlossenen Häusern zu retten. Einige Bewohner harrten in ihren Autos aus, andere seien auf die Dächer ihrer Häuser gestiegen, wie «ABC News» berichtet.

George Zaytoun ist ein Bewohner aus New Bern, der sich dafür entschied, der Sturm bei sich Zuhause zu überstehen. Im Nachhinein glaubt er nun, es wäre besser gewesen, die Stadt mit den anderen zu verlassen. Er habe zwar genug Lebensmittel und einen eigenen Generator, aber alles um ihn ist unter Wasser. «Es sieht aus, als wäre eine Bombe hochgegangen.»

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.